Öffentliche Toilette

Osterburg: Pläne für stilles Örtchen in der Stadtpassage erleiden Rückschlag

Von Nico Maß
Blick auf die letzte öffentliche Toilette der Stadt Osterburg. Sie wurde bis 2013 betrieben und dann aufgrund regelmäßiger Verschmutzungen und Zerstörungen dichtgemacht. Nico Maß

Osterburg

Seit der Schließung des Toilettenhäuschens am Osterburger Bahnhof im Jahr 2013 haben Besucher der Biesestadt ihre liebe Not, wenn die Blase drückt. Ein öffentliches Örtchen zur Verrichtung der Notdurft gibt es nicht. Und noch deutet sich keine Lösung an. Im Gegenteil. Bei ihren Anstrengungen um eine öffentliche Toilette in der Stadtpassage hat die Kommune einen Rückschlag erlitten.

Wie Bürgermeister Nico Schulz (Freie Wähler) berichtete, lehne das Unternehmen Rossmann es ab, die zum Drogeriemarkt in der Stadtpassage gehörende und schon seit längerer Zeit geschlossene Toilette für Einwohner zu öffnen. Allerdings scheint besagte Toilette in der Stadtpassage noch nicht ganz aus dem Spiel. Rossmann benötige sie nicht und wäre bereit, sie abzugeben, sofern der Gebäudeeigentümer zustimme. Dann könne die Kommune das stille Örtchen anmieten. Schulz will deshalb Kontakt zum Besitzer der Stadtpassage aufnehmen. Laufen diese Bemühungen ins Leere, scheint es um eine öffentliche Toilette schlecht bestellt. Ein Neubau sei nicht finanzierbar. Und auch die Alternative der „netten Toilette“, bei der Geschäftsleute oder Gastronomen ihre stillen Örtchen öffnen und dafür einen finanziellen Obolus der Kommune erhalten, sieht Schulz skeptisch. Dies habe man schon vor Jahren angeregt, damals aber sei man bei Geschäftsleuten und Gastronomen nur auf verhaltene Resonanz gestoßen.