Bretsch/Lückstedt l Den Bedarf für die beiden Radwege hat die Kommune schon vor langer Zeit angemeldet. Das war, als es in Lückstedt noch eine Grund- und Sekundarschule gab und die Kinder mit dem Drahtesel sicherer zum Unterricht kommen sollten. Ablassen wollte Höhe-Bürgermeister Bernd Prange von den alten Forderungen aber jetzt nicht mehr, weil die Verbindung auch von älteren Einwohnern nachgefragt wird und weil so die Lücke, die man letztlich über Drüsedau und Barsberge in Richtung Seehausen schließen möchte, ein Stück kleiner wäre.

Kleines Kuriosum am Rande: Wenn die Radwege wirklich kommen, dürfte das den Neid der Autofahrer wecken, die sich in dem Abschnitt mit teil miserablen Fahrbahnen zufriedengeben müssen.

Das kürzere Ende des aktuellen Vorhabens ist demnach die Verbindung von Bretsch nach Dewitz mit rund 400 Metern. Immer gerechnet von Ortsausgang zu Ortseingang. In den Dörfern selbst müssen die Radfahrer die Straße oder die vorhandenen Wege nutzen. Die Piste, die nach dem Vorbild des Radweges an der B 189 mit etwa drei Metern breit genug für den zweirädrigen Gegenverkehr ist, soll in Richtung Dewitz auf der linken Straßenseite entstehen.

Zweiter Abschnitt

Der zweite Abschnitt von Dewitz nach Lückstedt wäre mit etwa 1500 Metern deutlich länger und ist rechtsseitig geplant. Der Weg soll an der Kurve zur Notkuhle beginnen.

Bis zum Bau der Radwege setzt Bernd Prange darauf, dass der Landesstraßenbaubetrieb die Fahrbahn von der Gageler Kreuzung in Dewitz bis zur Notkuhle in Bitumen erneuert hat. So war es jedenfalls zugesagt, nachdem die Schwertransporte für den Windpark Gagel auch diesem Stück Straße stark zugesetzt hatten und sich der Bürgerprotest formiert hatte. In dem Zusammenhang soll auch der Gehweg, der noch an der Friedhofsmauer entlangführt, auf die andere Seite verlegt werden, um den Verkehr von der dortigen Wohnbebauung künftig auf Abstand zu halten.

Eine wichtige Hürde ist vor dem Bau der Radwege allerdings noch zu nehmen. Die betreffenden Landeigentümer entlang der Strecke müssen dem Vorhaben zustimmen. Da möchte der Bürgermeister Vorarbeit leisten und das Gespräch mit den betreffenden Leuten suchen. Weshalb er sich nicht nur die vorhandenen Bauplanungen, sondern auch die Eigentümer zuarbeiten lässt. Prange hofft, dass mit den Landeigentümern Vereinbarungen zum Verkauf oder eventuell für einen Flächentausch gefunden werden können. Denn ohne deren Einlenken wäre das ganze Radweg-Projekt gestorben.