Bessere Bedingungen

Rettungswache in Iden plant Umzug

Die Idener Rettungswache zieht um: Neue Unterkunft ist eine Drei-Zimmer-Wohnung des Wohnblockes im Schmiedeweg. Die Räume werden aktuell für den neuen Mieter hergerichtet.

Von Ingo Gutsche
Die Rettungswache befindet sich aktuell im Internatsgebäude der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) in Iden. Die Verantwortlichen sprachen bereits vor diesem Einzug von einer Übergangslösung – im Juni ziehen die Johanniter aus. Die Kommune war bei der Suche nach einer neuen Unterkunft behilflich.
Die Rettungswache befindet sich aktuell im Internatsgebäude der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) in Iden. Die Verantwortlichen sprachen bereits vor diesem Einzug von einer Übergangslösung – im Juni ziehen die Johanniter aus. Die Kommune war bei der Suche nach einer neuen Unterkunft behilflich. Foto: Ingo Gutsche

Iden - „Der Einzug ist für den 16. Juni geplant“, informiert Sebastian Stoll, 1. Beigeordneter des Landkreises Stendal. „Von der Nutbarkeit her“ würden die Rettungssanitäter im Idener Schmiedeweg bessere Bedingungen als gegenwärtig vorfinden. Derzeit rücken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungswache in Iden von ihrem auf dem Gelände der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) gelegenen Standort zu ihren Einsätzen aus.

Die im Vorfeld vom Landkreis nur als Übergangslösung beschriebene Unterkunft biete nicht die besten Voraussetzungen. „Das war uns vorher klar, das dies nur ein Provisorium ist“, betonte Stoll. Daher kommt der Umzug nicht ganz überraschend. Er bedankte sich bei den Verantwortlichen der Landesanstalt für die Bereitstellung der Räume. Als Hindernis hätte sich speziell das zu den Abend- und Nachtstunden geschlossene Tor zum und vom Gelände der LLG erwiesen. „Dieser Umbau wäre sehr teuer geworden“, machte Stoll klar, dass sich eine solche Investition nicht gelohnt hätte. Eine Schließung bedeutet im Notfall auch einen Zeitverlust. Und den vermeidet zukünftig der Landkreis und die zu Hilfe eilenden Mitarbeiter der Johanniter.

Zeitverlust durch verschlossene Pforte

Der Landkreis trat als Verantwortlicher an die Gemeinde heran, die ihn bei der Suche nach einem neuen Standort unterstützte. Die auserkorene neue Unterkunft für die Rettungskräfte der Johanniter-Unfallhilfe lässt die Gemeinde gerade auf Vordermann bringen. Die Wohnung befindet sich in Eigentum der Kommune, sagt Idens Bürgermeister Norbert Kuhlmann. Die neue Unterkunft, die im Untergeschoss des Wohnblocks gelegen ist, werde nach den Bedürfnissen der neuen Mieter hergerichtet. Die Gemeinde investiert und hofft, dass der Landkreis die neuen Räume für längere Zeit in Anspruch nehmen will. Zunächst hätten sich beide Seiten auf einen Ein-Jahresvertrag geeinigt. Es sei jedoch „sehr gut möglich“, dass die Rettungswache noch länger an diesem Ort bleibt, so der 1. Beigeordnete. Im Schmiedeweg gebe es mehr Platz als am alten Standort. Das Fahrzeug steht ebenfalls in unmittelbarer Umgebung.

Der Landkreis hält perspektivisch jedoch an einer DIN-gerechten Rettungswache fest. Ein Neubau hätten die Verantwortlichen nicht aus den Augen verloren.

Kuhlmann ist froh, dass sich eine Rettungswache im Wischeort befindet und gegebenenfalls die Rettungskräfte in nur wenigen Minuten bei notwendigen Einsätzen in Iden und der Umgebung sind. In 95 Prozent aller Fälle sollen Rettungskräfte qua Gesetz binnen zwölf Minuten nach Alarmierung am Einsatzort sein.

Johanniter rund um die Uhr im Wischeort

Seit dem vergangenen Jahr haben sich die Einsatzkräfte der Johanniter in Räumen des Internatsgebäudes der Landesanstalt eingerichtet. Zuvor waren in der Osterburger Rettungswache, die sich in der Stendaler Chaussee befindet, ein Rettungswagen und ein Mehrzweckwagen stationiert. Letzterer kam dann nach Iden, wird dort als Rettungs- und Krankentransportwagen genutzt.

Ab 1. Juni werden die Mitarbeiter der Johanniter rund um die Uhr, also 24 Stunden, in Iden sein.

In diesen Wohnblock im Idener Schmiedeweg (links unten) wird die Rettungswache einziehen. Derzeit wird sie modernisiert.
In diesen Wohnblock im Idener Schmiedeweg (links unten) wird die Rettungswache einziehen. Derzeit wird sie modernisiert.
Foto: Ingo Gutsche