Meseberg l Er ist eigentlich der jüngste Gebäudeteil der Meseberger Kirche. Doch am nach 1743 und in Folge eines Brandes errichteten Turm hat der Zahn der Zeit trotzdem tiefe Spuren hinterlassen. Wie tief, zeigte sich 2012. „Da musste der Glockenstuhl gesperrt werden“, blicken Renate und Ulrich Kleszcz zurück. Wie sich zum damaligen Zeitpunkt als Hauptproblem offenbarte, „war der Glockenstuhl im Mauerwerk verankert. Das hatte zur Folge, dass das gesamte Mauerwerk bei jeder Schwingung mitgeschwungen ist.“

Der Turm sei 2012 stabilisiert worden. Dies habe jedoch nur eine Lösung auf Zeit dargestellt. Um den ortsbildprägenden Glockenturm grundlegend auf Vordermann zu bringen und so auch den Bestand des Gotteshauses, das schlicht und einfach ins Dorf gehört, zu sichern, trug die evangelische Kirchengemeinde die nötigen Gelder zusammen. Mittel aus dem eigenen Sparstrumpf der evangelischen Kirchengemeinde, Gelder aus dem Baulastfonds des Kirchenkreises sowie Finanzspritzen von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Lotto-Toto und nicht zuletzt eine Förderung aus dem Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten summierten sich schließlich zu dem benötigten Betrag in Höhe von rund 230 000 Euro. Seit Frühjahr 2018 arbeiten Handwerker nun Schritt für Schritt ein Aufgabenpaket ab, zu dem unter anderem das Einziehen neuer Balken, Mauerarbeiten oder die Kompletterneuerung des Daches und seiner Haube gehören. Nicht zuletzt soll das Mauerwerk des Glockenturms auch verputzt werden, kündigte Ulrich Kleszcz an. Gehen die noch ausstehenden Arbeiten wie geplant über die Bühne, könnte die Sanierung des Glockenturms im Herbst ihren Abschluss finden. In Sachen Gotteshaus zeichne sich aber schon jetzt eine nächste Aufgabe ab. „Das Dach der Kirche muss auch noch saniert werden“, machten Renate und Ulrich Kleszcz deutlich.

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