Wasmerslage l Das Angebot der LFD Holding und ihrer Tochter Mesa Agrar, am kommenden Mittwoch ab 17 Uhr direkt auf dem Standort der Schweinehaltungsanlage in Wasmerslage über die Erweiterung von aktuell 10 941 Tierplätzen auf 45 513 Absatzferkel zu informieren (Volksstimme berichtete), bleibt nicht ohne Reaktion. Nach der Ankündigung von Jörn Göbert, Vorsitzender der Geschäftsführung, die geplanten Investitionen darzustellen und über die Zahl der Tier- und Futtertransporte, dem Ausbringen von Gülle, dem Hochwasserschutz oder den Fragen der Tierhaltung zu sprechen, nimmt die Bürgerinitiative Wasmerslage in Gestalt ihres Sprechers Helmut Sasse dazu Stellung. „Wir erkennen die Bemühungen von Jörn Göbert und der LFD Holding an, den betroffenen Bürgern und Anwohnern die Anlage mit all ihren Auswirkungen für Mensch und Umwelt schön zu reden“, sagte Sasse gegenüber der Volksstimme. Für ihn sei es ein Fakt, dass die Erweiterung der Schweinehaltungsanlage vom Landesverwaltungsamt nicht genehmigt werden durfte, kritisierte der Sprecher mit Blick auf die Landesbehörde, die das Projekt gebilligt hatte. Und weiter: „Diese Genehmigung ist einer der großen Fehler der Politik, der angesichts der Überproduktion von Schweinefleisch völlig unnötig unsere Lebensqualität beeinträchtigt und unsere Natur schädigt. Der Ausstoß von Kohlendioxid, die Nitratbelastung und das Tierleid müssen auch hier weiter angemahnt werden“, stellte er klar. Der Sprecher der Bürgerinitiative kündigte an, das Gesprächsangebot des Vorsitzenden der Geschäftsführung annehmen zu wollen und am Mittwoch bei dem Vor-Ort-Termin in Wasmerslage dabei zu sein. „Und wir hoffen, dass noch viele weitere interessierte und kritische Bürger kommen“, machte Helmut Sasse abschließend deutlich.

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