Osterburg l Die Regel ist, dass es wenig Regeln gibt. Jedenfalls keine Anmeldungen, keine Platzierungen oder Urkunden. Und so unkompliziert mögen es viele. Rund 70 Personen im Alter von 3 bis an die 80 Jahre folgten am Silvestervormittag der Einladung der Osterburger Lauffüchse zum traditionellen Silvesterlauf. Gleich zu Beginn schoss die kleine Matilda (3) den Vogel ab. Mit ihren älteren Schwestern nahm sie erstmals am Lauf teil, stapfte mit allen gemeinsam tapfer los, lief die Anhöhung hoch, hielt an und rief ihrer Mutter Sabrina Krüger irritiert zu „man, Mama, meine Magie ist alle“. Matilda kam zurück und teilte gleich ihre größte Sorge mit, „hoffentlich bekomme ich trotzdem einen Pfannkuchen“. Natürlich! Mutter und Tochter warteten gespannt auf die älteren Schwestern Gia und Lynn, von denen Gia nach drei Kilometern als erste ankam. Und zwar gemeinsam mit dem 76-jährigen passionierten Läufer Dieter John. „Und sie hat mich kurz vor dem Ziel noch überholt“, sagte dieser anerkennend, „sie hat echt Talent“.

Das einzige, was die Läufer entscheiden mussten, war die Länge ihrer Strecke durch den Krumker Wald. Drei, fünf oder zehn Kilometer – die meisten liefen freilich die drei Kilometer. Und waren danach frohgemut, weil sie wieder etwas für sich getan haben. Die Lauffüchse Bärbel und Wulf Ziegenbein, die der Traditionsveranstaltung seit zig Jahren voranstehen, sind froh über jeden Menschen, den sie in Bewegung bekommen. „Hauptsache, man tut etwas“, sagte Wulf Ziegenbein und warnte jedoch, dass man nicht gleich so dolle machen soll. Immer schön im „aeroben Bereich“ laufen, „das heißt ohne Sauerstoffschuld“. Wer sich beim Laufen ohne Mühen unterhalten kann, liege genau richtig. Und wer sich unkompliziert einen Tipp abholen möchte, ist herzlich an die Sportschule eingeladen. Dort treffen sich die Lauffüchse jeden Sonntag um 10 Uhr. Gerade haben sie ein paar ältere Läufer dazugewonnen, „die schon richtig Fortschritte machen“, so Wulf Ziegenbein. Na dann...

Bilder