Dobbrun l Insgesamt gingen bei den Aktiven sieben Feuerwehren aus der Einheitsgemeinde an den Start, um den geforderten Löschangriff nass in der schnellstmöglichen Zeit zu absolvieren. Außerdem stand der Ausscheid für die Kreismeisterschaft auf dem Programm, allerdings auf freiwilliger Basis. Angetreten bei den Erwachsenen waren Mannschaften aus Dobbrun, Osterburg, Natterheide, Wollenrade, Krevese, Flessau und Polkau. Am Ausscheid für die Kreismeisterschaft waren alle Teams außer Osterburg wieder beteiligt.

Auch der Nachwuchs zeigte sein Können. Einige Wehren hatten ihre Jugend- oder Kindermannschaften mobilisiert, zudem waren die Lückstedter als Gäste aus der Nachbar-Verbandsgemeinde Seehausen dabei. So traten bei der Jugend Lückstedt I und II, Meseberg und Rossau an. Und bei den Kindern wetteiferten Osterburg I und II, Lückstedt und Meseberg um den Sieg. Sie absolvierten einen Löschangriff nass, allerdings kleiner dimensioniert.

Das herrliche Wetter spielte nicht nur den Wettkämpfern in die Hände, sondern auch den vielen Besuchern. Denn die Dobbruner Kameraden feierten bei dieser Gelegenheit das 111-jährige Bestehen ihrer Wehr. Und so war der Ausscheid zugleich ein kleines Dorffest, bei dem auch die Kinder mit Spaß und Spiel auf ihre Kosten kamen. Mit Kaffee, Kuchen, Steaks, Bratwurst und vielerlei Getränken war auch an das leibliche Wohl der Wettkämpfer und Besucher gedacht.

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Wie Wehrleiter Ronny Meister informierte, seien die Dobbruner Brandbekämpfer seinerzeit als Wehr erstmalig namentlich als solche erwähnt worden. Seines Wissens gebe es leider keine Chronik und der Namen des ersten Wehrleiters sei nicht bekannt. Derzeit bestehe die Wehr aus 25 aktiven und zwei passiven Kameraden sowie drei Mitgliedern in der Alters- und Ehrenabteilung. Er sei Feuerwehrmann mit Leib und Seele, sagte Ronny Meister. Als vor einigen Jahren die Neubesetzung die Position des Wehrleiters akut geworden war, habe er sich bereiterklärt, denn die Wehr sollte nicht auseinanderfallen. „Ich habe dann das Handwerk von der Pieke auf gelernt, sämtliche Lehrgänge absolviert, die notwendig sind; nur der Wehrleiterlehrgang fehlt noch. Und den habe ich mir für nächstes Jahr vorgenommen.“

Seit November 2018 gibt es in Dobbrun mit seinen rund 120 Einwohnern auch einen von Sandra Matzat geleiteten Förderverein mit 17 Mitgliedern, der die Feuerwehr unterstützt. Dessen bisher größte Herausforderung sei die Ausrichtung dieser Stadtmeisterschaft gewesen.

Man müsse im Interesse des Fortbestehens der Wehr, der Nachwuchsgewinnung und des Zusammenhalts der Dorfgemeinschaft zukunftsorientiert planen, ist Meister überzeugt. „So wollen wir uns im Rahmen des nächsten Triathlons der Jugendfeuerwehren um die Nachtwanderung oder die Fahrradrallye bewerben.“ Mit der Polkauer Feuerwehr verbinde die Dobbruner Kameraden eine Freundschaft und sehr gute Zusammenarbeit. „Zum Beispiel haben uns die Polkauer bei der Planung und Vorbereitung der Stadtmeisterschaft sehr gut unterstützt. Und ein bis zweimal im Jahr treffen wir uns gegenseitig mit unseren Familien zu gemütlichen Abenden“, erzählte der Wehrleiter.

Ergebnisse:

Löschangriff Aktive:

1. Polkau (38,16 Sekunden)

2. Wollenrade (41,7 Sekunden)

3. Krevese (42,6 Sekunden)

 

Wettkampf Jugend:

(Platzierung ohne Zeitangabe, da Löschangriff und ein Theorieteil gewertet wurden):

Gesamtsieger: Meseberg

 

Wettkampf Kinder:

1. Osterburg II (44,43 Sek.)

2. Lückstedt (52,45)

3. Osterburg I (56,52)

4. Meseberg (1:2,57)