Osterburg l Zum Finale der Sommerferien stand für die Mitglieder von Kinder- und Jugendfeuerwehren aus der Einheitsgemeinde Osterburg und befreundeten Feuerwehren das Zeltlager an. Und die Organisatoren um Lena Bornowski, Gabor Vinzelberg und Filip Mäder sorgten für ein unterhaltsames Programm. Am Sonnabend verlagerte sich das Geschehen vom Fuchsbau ins Stadtinnere.

Doch zunächst mussten im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sta­dion an der Landessportschule zehn Schüsse auf die rund sechs Meter entfernte Torwand abgegeben werden. Für Treffer in die beiden Löcher gab es Punkte, genauso wie an den nachfolgenden vier Stationen der Stadtrallye. Zu den Prüfungen gehörte eine besondere Aufgabe: Der Bau einer Brücke. Die Kinder und Jugendlichen stellten sich dabei unter den prüfenden Augen der Verantwortlichen vom Ortsverband des THW aus Wittenberge geschickt an. Mehrere ein Meter lange einfache Bretter mussten so angeordnet werden, dass die Holzkonstruktion am Ende stabil ist. Ganz ohne Nägel und Schrauben. „Sie hält 25 Kilo aus, aber ausprobieren werden wir das nicht“, erzählte Christian Eschrich. Das THW-Team aus der Prignitz, das gern mit den Osterburgern kooperiert, gab etwas Hilfestellung, gerade bei den Kinderfeuerwehren. Die Herausforderung meisterte der Nachwuchs, der auch eine Wasserprobe aus der Biese entnahm - die nächste Station. Dort ging es um Abc-Gefahrstoffe. Mit dem ph-Testpapier wiesen die Kinder und Jugendlichen nach, dass das Wasser neutral ist, was die Farbe grün bei diesem Test bedeutete. An dieser durch Florian Schulze betreuten Station erfuhren sie auch, dass eine Säure das Papier rot färbt.

Etwas sportlich wurde es auf dem Hilliges-Platz, wo die Kameraden aus Rossau ihre historische Handdruckspritze von 1906, gebaut damals bei der Firma Metscher in Wittenberge, präsentierten, die sogar von Passanten fotografiert wurde. Die Mannschaften mussten so schnell wie möglich das Gerät per Muskelkraft bedienen, damit ein Duo die aufgestellten 10-Liter-Eimer mit dem Strahlrohr befüllen konnte - aus rund sechs Meter Entfernung. Thomas Ploewka, Torsten Benecke und René Emanuel lobten die Kinder und Jugendlichen für ihren Einsatz. Zuguterletzt führte der kleine Wettkampf die Kinder- und Jugendfeuerwehren aus Osterburg, Meseberg, Rossau, Düsedau, Badingen, Bismark, Lückstedt und Schinne auch zum Osterburger Feuerwehr-Gerätehaus. Dort wurden Kisten in die Höh‘ gestapelt. Auf Zeit. Die jüngeren mussten acht Kisten, die älteren zehn Kisten packen. Ronny Schmidt, Mitglied der biesestädtischen Brandbekämpfer, zollte den Teilnehmern Lob. „Alle haben ihre Sache sehr gut gemacht.“

Bilder

Nach der Stärkung zur Mittagszeit hatte sich der Meeresgott im Biesebad angemeldet. Beim Neptunfest fand natürlich auch die obligatorische Taufe statt. Die Organisatoren möchten sich bei allen Unterstützern bedanken.