Hindenburg l In die „Verlängerung“ gehen die Bauarbeiten auf der Landesstraße 14 zwischen Hindenburg und dem Kreisverkehr mit der Kreisstraße 1062. Eigentlich sollte das Bauvorhaben für die rund zwei Kilometer lange Strecke Anfang September abgeschlossen sein. Manfred Krüger, Leiter der Landesstraßenbaubehörde Nord, spricht von einer „Mehrleistung“, die im Zuge der Arbeiten absolviert werden müsse. Das hat zur Folge, dass der Fertigstellungstermin circa vier bis sechs Wochen nach hinten rückt. Krüger nannte Mitte Oktober als realistisches Ziel.

Die in die „Verlängerung“ gehende Maßnahme bedeutet ebenfalls, dass der Umleitungsverkehr anhält und die Einwohner dieser Orte weiterhin die Beeinträchtigungen ertragen müssen. Der Verkehr wird einerseits über Plätz geführt, andererseits über Busch und Iden „geschickt“. Speziell die Lastkraftwagen und Transporter sorgen für mächtig Lärm. „Es geht morgens um halb sechs schon los“, sagt der Plätzer Hermdieter Möhring. Es sei schon eine stressigere Situation. „Aber damit müssen wir leben.“

Stellen müssen höheren Belastungen standhalte

Bei den Arbeiten, die Mitte Juli begannen und in zwei Abschnitten fertiggestellt werden sollen, wären im Vorfeld nicht erkennbare Defizite festgestellt worden. Diese beziehen sich auf die Randbereiche (Sommerweg) der Landesstraße. „Eine reine Überbauung würde die Schwachstellen nicht beseitigen“, betont Krüger, der die Anwohner der Umleitungsstrecken um Verständnis bittet. Mehrere Stellen würden so noch mal unter die Lupe genommen werden und so bautechnisch hergestellt, dass „sie höheren Belastungen standhalten“, gibt der Leiter der Landesstraßenbaubehörde Nord Auskunft. Dadurch werde das Bauvorhaben viel aufwendiger als geplant. Die lokalisierten Schwachstellen würden neu aufgebaut, inklusive Vorprofil- und Verschleißschicht.

Die Landesstraßenbaubehörde wollte die Maßnahme in den Sommerferien umsetzen, „um insbesondere dem Schülerverkehr lange Umwege durch die unvermeidlichen Umleitungen zu ersparen“, betonte damals Verkehrsminister Thomas Webel (CDU). Auch der Schülerverkehr müsse die Umleitungen in Kauf nehmen.

Der erste 1400 Meter lange Abschnitt, an dem das beauftragte Unternehmen noch tätig ist, reicht von Hindenburg bis zur Ortsumfahrung Gethlingen. Der zweite Abschnitt ist rund 850 Meter lang, beginnt hinter der Ortsumfahrung Gethlingen und reicht bis zum Kreisverkehr mit der Kreisstraße 1062. Das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt hat mit Kosten von rund 765 000 Euro gerechnet. Durch die zu erbringende Mehrleistung wird die Gesamtsumme voraussichtlich höher ausfallen.