Gladigau l Der 55 Quadratmeter große Bau, der einst als Verbinder zwischen Schulgebäude und Lehrerwohnung diente, hat sich seit Jahresbeginn Stück für Stück in ein barrierefreies Mehrgenerationenhaus verwandelt. Nach Beschluss des Stadtrates nahm die Einheitsgemeinde rund 60 000 Euro in die Hand, um unter anderem Decke, Fenster und Fußboden zu erneuern und die Einrichtung einer Gasheizung sowie neue Sanitäranlagen zu finanzieren.

Das Gros ihrer „Hausaufgaben“ haben die vor Ort tätigen Handwerker mittlerweile erledigt. Nun stehen unter anderem noch letzte Maler- und Fußbodenarbeiten aus. Die dürften in den kommenden Tagen ausgeführt werden, sagte Matthias Müller. Der Gladigauer Ortsbürgermeister geht davon aus, dass der Umbau in der nächsten Woche abgeschlossen wird.

Mitteldeutscher Rundfunkt kommt ab 24. Mai

Und damit keinen Moment zu früh. Denn wenn am 24. Mai der Mitteldeutsche Rundfunk mit seiner „Landpartie“ in dem Höhe-Dorf aufschlägt, wollen die Radio-Leute das Mehrgenerationenhaus in Beschlag nehmen. Langfristig sollen die Räumlichkeiten als Standort für die Gladigauer Sommerschule der jungen Plattschnacker dienen, bei Wahlen wird der Anbau an der früheren Schule zum barrierefreien Wahllokal umfunktioniert.

Gemeinsam mit der Kaschade-Stiftung könnte zudem eine kleine Bibliothek dort ihren Platz finden. Nicht zuletzt streben die Gladigauer an, einen Allgemeinmediziner für das Mehrgenerationenhaus zu interessieren, der die barrierefreien Räumlichkeiten regelmäßig für Sprechstunden nutzen soll. Letztere Planspiele könnten durch die Einheitsgemeinde zusätzlichen Rückenwind erfahren.

Denn im aktuell von den Stadträten diskutierten Leitfaden zur Ärzteversorgung nennt die Einheitsgemeinde in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung auch die Option, bei bedarf in den Dörfern die Möglichkeit von Praxis-Zweigstellen zu prüfen, um die ärztliche Versorgung auf dem Land zu verbessern.