Kreisstraße wird ab Montag saniert

Umleitungsstrecke durch Losse wird zur Baustelle

Mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten an der B 189 wird die Ortsdurchfahrt Losse nicht mehr als Umleitungsstrecke benötigt. Die holprige Kreisstraße hat selbst eine Erneuerung dringend nötig. Montag geht es los.

Von Ralf Franke
Auf einer Länge von gut 830 Metern wird ab Montag die Ortsdurchfahrt Losse inklusive der Nebenstraßenstümpfe erneuert.
Auf einer Länge von gut 830 Metern wird ab Montag die Ortsdurchfahrt Losse inklusive der Nebenstraßenstümpfe erneuert. Fotos: Ralf Franke

Losse - Immer wieder quält sich der Umleitungsverkehr über die „Altmärkische Höhe“ durch Losse, wenn sich auf der B 189 bei Seehausen geplant oder ungeplant ein Hindernis auftut. Zuletzt, als in den vergangenen Wochen die Fahrbahn der Bundesfernstraße saniert werden musste. Jetzt wird die Ortsdurchfahrt selbst zur Großbaustelle.

Umleitung ausgeschildert

Kommenden Montag, 2. August, sollen die Arbeiten beginnen. Die Hinweisschilder für die Sperrung der Dorfstraße und zu den Ausweichstrecken über Drüsedau und die B 189 beziehungsweise über Neulingen und die B 190 sind bereits aufgestellt.

Die Investition hat allerdings auch ihren Umfang. Derzeit müssen die Anwohner mit einer Bauzeit und den damit einhergehenden Beeinträchtigungen bis in den Mai des kommenden Jahres hinein rechnen.

Wobei sich an der Terminvorgabe sicher zwischenzeitlich einiges ändern kann, je nachdem, wie der nächste Winter ausfällt. Gerade, weil die Ortsdurchfahrt immer wieder als Umleitungsstrecke hinhalten muss, wird es aber auch Zeit, dass eine der schlechtesten Straßen im Landkreis grundhaft erneuert wird.

Projektverantwortlich ist der Landkreis Stendal als Baulastträger der Fahrbahn. Was den Part der Gemeinde „Altmärkische Höhe“ mit einschließt, die üblicherweise für die Nebenanlagen wie Gehweg, Beleuchtung und Begleitgrün finanziell in der Verantwortung steht.

Anfang der Woche gab es die finale Bauanlaufberatung. Die Einwohner des 100-Seelen-Dorfes sind beziehungsweise werden nach Baufortschritt über das laufende Prozedere von der Erreichbarkeit ihrer Grundstücke bis zur Müllabfuhr informiert. Wie die Straße später einmal aussehen soll, haben sie schon im vergangenen Jahr bei einer Einwohnerversammlung mitgeteilt bekommen. Demnach wird das alte und holprige Natursteinpflaster auf einer Länge von gut 830 Metern gegen Asphalt getauscht. Die Breite der Fahrbahn wird laut einer Mitteilung der Kreisverwaltung künftig durchgehend 6,35 Meter betragen. Dort, wo der einseitige Gehweg direkt an der Straße entlangführt, soll er aufgenommen und nach DIN mit neuen Steinen verbreitert werden. Was vor allem in der nördlichen Hälfte des Dorfes nötig sein dürfte. Dazu gilt es, etwa 750 Meter Abwasserkanal zu erneuern. Nebenbei kommen Datenleitungen in die Erde. Die Trinkwasserleitung hat der Wasserverband Stendal- Osterburg schon im Vorfeld erneuern lassen.

Wenn, dann alles

Neben den Einwohnern hofft natürlich auch der Bürgermeister der „Altmärkischen Höhe“, Bernd Prange (CDU), auf einen störungsfreien Bau und setzt darauf, dass im Mai nicht nur die Fahrbahn fertig ist, sondern auch Fußwege, die Stichstraßen und alle Auffahrten ihrer Bestimmung übergeben werden können. Das frische Grün soll bis dahin natürlich auch seine Wurzeln geschlagen haben.

Glatter Asphalt soll das holprige Natursteinpflaster ablösen. Wo der Gehweg der Fahrbahn zu nahe kommt, wird er verbreitert.
Glatter Asphalt soll das holprige Natursteinpflaster ablösen. Wo der Gehweg der Fahrbahn zu nahe kommt, wird er verbreitert.
Foto: Ralf Franke
Die Umleitungschilder wegen der Vollsperrung von Losse sind schon aufgestellt und werden Montag aktiviert.
Die Umleitungschilder wegen der Vollsperrung von Losse sind schon aufgestellt und werden Montag aktiviert.
Foto: Ralf Franke