Goldbeck l „Wir haben eigentlich gar nichts erwartet“, sagt André Bock. Er ist der Vorsitzende des Zuckerhallen-Vereins, der für Sonnabend zum ersten Ostertanz in den ehemaligen Speisesaal der Goldbecker Zuckerhalle eingeladen hatte und von der guten Resonanz total überrascht war. „Bis 23 Uhr haben wir Kasse gemacht, da waren wir 120 Leute. Aber hinterher kamen noch mehr.“ Vielleicht, nachdem zu Hause das Familienprogramm beendet war. Und über die Osterfeiertage in der Hoffnung, auf alte Bekannte zu treffen.

Das ging sogar für den Musiker Dieter Podubrin auf, der auf eine alte Freundin aus Kindergartentagen traf. „Was haben wir uns gefreut, sind ja auch nicht mehr die jüngsten“, sagte der 68-Jährige gestern. Und dass er die Party „einfach super“ fand. „Die Stimmung war klasse bis zum Schluss, der Verein hat das auch alles ganz toll hergerichtet.“ Podubrin verwies auf die eigenwillige selbst gebaute Bar oder die Stehtische, deren Füße beleuchtete IBC-Boxen sind.

André Bock selber freut sich vor allem darüber, dass die Altersstruktur der Gäste so gemischt war, dass auch viele Goldbecker kamen. Der Verein habe viel positives Feedback bekommen, nur ein älteres Ehepaar konnte er nicht überzeugen. Es kam sehr früh und sagte, dass es sich das alles ganz anders vorgestellt hatte – und ging wieder. Dabei, so Podubrin unabhängig davon, sei gerade das Unfertige auch der Charme der Halle, die ja immerhin schon neue Toiletten vorweisen kann. Und in der während des erstes Ostertanzes dank Zuckerhallen-Verein niemand verhungern oder verdursten musste.