Gladigau l Läuft alles wie geplant, dürfte sich im ersten Quartal 2017 der eingeschossige Verbinder zwischen der früheren Gladigauer Schule und der einstigen Lehrerwohnung in ein barrierefreies Mehrgenerationenhaus verwandeln. Davon geht Matthias Köberle aus, nachdem die Kommune die Bauaufträge ausgelöst hat. „Zu Beginn des neuen Jahres dürften die Arbeiten starten“, schätzte der städtische Bauamtsleiter ein.

Die grundlegenden Weichen für diese Investition hatte der Stadtrat der Einheitsgemeinde bereits im Juli gestellt. Nachdem sich die Hoffnungen auf Fördergelder aus dem Leader-Programm zerschlugen, weil sich das Amt für Landwirtschaft, Forsten und Flurneuordnung quer stellte, sprang die Kommune in die Bresche. Der Stadtrat bewilligte ein Budget in Höhe von 60 000 Euro, mit dem unter anderem Arbeiten an der Decke, den Fenstern und dem Fußboden finanziert werden sollen. Zudem sind die Einrichtung einer Gasheizung sowie neuer Sanitäranlagen geplant.

Mit den 55 Quadratmeter großen Räumlichkeiten, die zuletzt als Lager für kommunale Geräte dienten, verfolgt der Gladigauer Ortschaftsrat gleich mehrere Anliegen. So könnte dort zukünftig die Sommerschule der jungen Plattschnacker ihren Platz finden, bei Wahlen wird der Anbau an der früheren Schule zum barrierefreien Wahllokal umfunktioniert. Im Zusammenspiel mit der Kaschade-Stiftung soll zudem eine kleine Bibliothek im Mehrgenerationenhaus ihren Platz finden. Außerdem könnte sich dort auch ein Wunsch erfüllen, den ganz besonders ältere Einwohner aus Gladigau und Umgebung auf dem Herzen haben. Dabei geht es um regelmäßige Sprechstunden eines Allgemeinmediziners im Dorf, der die umgebauten Räumlichkeiten nutzen könnte. „Wir bemühen uns, einen Arzt für unser Anliegen zu interessieren“, bekräftigte Ortsbürgermeister Matthias Müller, der sich jetzt aber erst einmal darüber freut, „dass die Aufträge nun ausgelöst sind und der Umbau im ersten Quartal des neuen Jahres über die Bühne geht.“