Randale und Diebstähle

Verkaufsstand in Osterburg heimgesucht: Verkäuferin setzt Belohnung aus

Immer wieder wird ein Verkaufsstand in Osterburg zum Ziel von Dieben und Randalierern. Nun reicht es der Verkäuferin Baerbel Malinke. Sie setzt eine Belohnung in Höhe von 300 Euro aus.

Von Stephan Metzker
Baerbel Malinke in ihrem Verkaufsstand an der Gabelung Stendaler Chaussee/Düsedauer Straße in Osterburg. Die Hindenburgerin will Zerstörungen und Diebstähle nicht mehr hinnehmen.
Baerbel Malinke in ihrem Verkaufsstand an der Gabelung Stendaler Chaussee/Düsedauer Straße in Osterburg. Die Hindenburgerin will Zerstörungen und Diebstähle nicht mehr hinnehmen. Foto: Stephan Metzker

Osterburg - Baerbel Malinke findet einfach keine Ruhe. Die Hindenburgerin ist seit dem Jahr 2016 für einen Genthiner Spargel-Anbieter als Verkäuferin von Obst, Gemüse und weiteren Lebensmitteln unter dem Dach der „Alten Tankstelle“ an der Gabelung Stendaler Chaussee/Düsedauer Straße in Osterburg tätig. „Ich liebe meinen Job. Aber die Störenfriede machen einem das Leben echt schwer“, klagt sie. Und meint damit Randalierer und Diebe, die die Verkaufsbude immer wieder nach Feierabend und vor allem nachts heimsuchen. „Die Schlösser werden sehr oft aufgebrochen oder unsere Dixi-Toilette umgeworfen. Zur Weihnachtszeit wurden mehrmals unsere angebotenen Christbäume gestohlen, trotz Sicherheitsvorkehrungen. Die Liste ist lang“, berichtet Baerbel Malinke.

Diebe stahlen Lebensmittel

Einige Zeit sei Ruhe eingekehrt, doch seit Anfang Mai gebe es wieder zunehmend böse Überraschungen unter dem Dach der früheren Tankstelle, erzählt Malinke. Die jüngste Beschädigung an der Verkaufsbude zog auch einen Diebstahl mit sich. „Wir lassen ja sonst nach Ladenschluss nichts hier. Aber eine Nacht hatten wir ausnahmsweise mal Saft, Bier, Marmeladen und Eier in der Hütte gelagert. Es wurde gleich alles geklaut.“

Kameras sollen installiert werden

Ein Rückzug oder ein Umzug des Verkaufsstandes an einen anderen Standort kommt für Baerbel Malinke nicht in Frage. „Nichts da. So einfach lassen wir uns hier nicht vergraulen,“ meint die Verkäuferin . „Für mich ist das hier nicht nur ein Beruf. Ich betreibe den Stand mit Leidenschaft und Herzblut. Allein deshalb machen wir hier weiter. Aber es muss etwas passieren.“

Und genau das geschehe jetzt: So sei die Installation von mehreren Kameras sowie Bewegungsmelder auf dem Gelände anberaumt. Zudem werde die Dixie-Toilette nun mit einer massiven Kette am angrenzenden Gebäude gesichert. Außerdem bittet Baerbel Malinke die Bürger um mehr Aufmerksamkeit. Doch all das reicht der Hindenburgerin noch nicht.

„Für Hinweise, die zu den Tätern führen, setze ich eine Belohnung von 300 Euro aus“, hofft sie, den Störenfrieden auf die Schliche zu kommen. „Damit endlich Ruhe ist“, macht sie deutlich.

Gerade erst wurde die Dixi-Tonne umgeworfen.
Gerade erst wurde die Dixi-Tonne umgeworfen.
Foto: Malinke