In Goldbeck

Wahlausschuss lässt ein Trio zu

Ein Trio buhlt am 28. Februar bei der Goldbecker Bürgermeisterwahl um die Stimmen der rund 1000 wahlberechtigten Bürger.

Von Ingo Gutsche

Goldbeck l Drei Kandidaten bewerben sich um das Bürgermeisteramt der Gemeinde Goldbeck. Marion Eggert-Köppe (47) aus Möllendorf, Jürgen Lenski (73) aus Eichstedt und Christian Masche (48) aus Petersmark haben sich für eine Kandidatur entschieden. Die Wahl findet am Sonntag, 28. Februar, statt. Eine Stichwahl, die bei dieser Konstellation möglich ist, würde zwei Wochen später erfolgen.

Gestern Abend tagte ab 19 Uhr der Wahlausschuss um Vorsitzende Simone Kuhlmann. Das Trio kann sozusagen ins Rennen gehen. „Wir haben alle Bewerber für die Bürgermeisterwahl zugelassen“, gab Wahlleiterin Simone Kuhlmann auf Nachfrage bekannt.

Die Verantwortlichen gehen nach aktuellem Stand davon aus, dass die Bürgermeisterwahl in den beiden ausgewählten Lokalen in fast normalem Rahmen stattfinden wird. „Eine Briefwahl ist nicht angeordnet“, sagt Simone Kuhlmann zu einem möglichen Prozedere während der pandemischen Lage. Eine Briefwahl für sämtliche Wählerinnen und Wähler der Gemeinde Goldbeck sei im Vorfeld eine mögliche Alternative gewesen. Landeswahlleiterin Christa Dieckmann hatte angekündigt, dass die Gemeinde mit ihren rund 1000 wahlberechtigten Bürgern recht übersichtlich sei, weshalb sie eine Briefwahl für alle für nicht erforderlich hält. Allerdings könne sie nicht ausschließen, dass eine Verschärfung der Corona-Situation zu diesem Prozedere führen kann.

Zunächst einmal plant der Wahlausschuss den Tag mit der Öffnung der beiden eingerichteten Wahllokale in Goldbeck und Bertkow. Wer dagegen sein Kreuz auf dem Wahlzettel lieber in den eigenen vier Wänden machen will, kann eine Briefwahl in Anspruch nehmen. Dieser Hinweis ist auf den Wahlbenachrichtigungskarten vermerkt worden. Diese sind bereits auf dem Weg zu den Bürgern. Die Briefwahl-Unterlagen erhalten die wahlberechtigten Bürger aus Goldbeck, Möllendorf, Petersmark, Bertkow und Plätz im Goldbecker Verwaltungsgebäude. Eine telefonische Anforderung der Unterlagen ist nicht möglich. „Wir benötigen die Unterschrift“, betont Simone Kuhlmann, die bei der Verbandsgemeinde den Fachbereich Gemeindedienste und Bürgerentwicklung leitet. Ein Schriftverkehr per Mail oder per Fax sei dagegen möglich.

Am 28. Februar sollen dann von 8 bis 18 Uhr die Lokale, die einerseits für die Goldbecker, Möllendorfer und Petersmarker in der neuen Grundschule in Goldbeck und andererseits für die Bertkower und Plätzer wie in den vergangenen Wahlen im Bertkower Schloss eingerichtet werden, öffnen. „Wir wollen die Anzahl der Begegnungen begrenzen“, hat sich der Wahlausschuss bereits mit dem Hygiene-Konzept befasst. Die Verantwortlichen wollen ein Einbahnstraßensystem in den Lokalen umsetzen. Zu weiteren Maßnahmen zählt der Einbau einer Plexiglasscheibe vor den sitzenden Personen des jeweiligen Wahlvorstandes.

Die beiden aus sieben Vertretern bestehenden Wahlvorstände werden sich an diesem Tag mit einem Vormittags- und Nachmittagsdienst abwechseln. Bei der abendlichen Auszählung der Stimmen seien dann wieder alle sieben Vorstände vertreten, wobei es Simone Kuhlmann für ratsam hält, die jeweiligen Schicht-Gruppen an zwei separaten Tischen zu platzieren.

Die letzte Bürgermeisterwahl in Goldbeck fand am 24. September 2017 statt. Ein Quartett buhlte damals um die Stimmen der Wähler. Torsten Dobberkau gewann – und wurde für sieben Jahren gewählt. Seit seinem Schlaganfall im Dezember 2019 führt Gunnar Falk die Uchtegemeinde kommissarisch.

Als Erster des Trios warf der Neu-Eichstedter Jürgen Lenski den Hut in den Ring. In der Vorwoche gab dann der Petersmarker Christian Masche seine Unterlagen im Goldbecker Verwaltungsgebäude ab. Marion Eggert-Köppe, die bereits bei der Bürgermeisterwahl 2017 kandidierte, entschied sich ebenfalls für eine Bewerbung. Bürgermeister darf sich der nennen, der am 28. Februar die absolute Mehrheit (mehr als die Hälfte der Stimmen) erreicht. Ist dies nicht der Fall, gehen die Kandidaten mit den beiden besten Ergebnissen in die 14 Tage später angesetzte Stichwahl.