Osterburg l Der Fördermittelbescheid liegt vor. Nun können die beiden Nachbarn Nägel mit Köpfen machen und das gemeinsame wassertouristische Projekt festzurren und realisieren.

Die Einheitsgemeinde Osterburg und die Verbandsgemeinde Seehausen planen an Aland und Biese Slipstellen und Einstiegshilfen für Wasserwanderer bereitzustellen. Und einigten sich auf einen gemeinsamen Antrag über das Leader-Förderprogramm. Bereits 2016. Allerdings mussten sich beide Kommunen in Geduld üben, da noch einige Umweltprüfungen am Flusslauf vorgenommen werden mussten. Vor wenigen Tagen erhielten die beiden Antragsteller die positive Nachricht, für das Vorhaben gab es grünes Licht.

Immerhin sollen an Aland und Biese rund 88 000 Euro in das Projekt, das an insgesamt 13 Stellen Treppen beziehungsweise Querungshilfen, Kanurutschen und Informationstafeln vorsieht, investiert werden. Wobei der Eigenanteil durch die Förderung von 75 Prozent deutlich geschmälert wird. Demnächst soll laut Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz ein Planungsbüro beauftragt werden, um anschließend das Vorhaben auszuschreiben. So könnten Wassersportler an dem einen oder anderen Ort im Laufe des kommenden Jahres von den Neuerungen profitieren. Bei den Slipstellen handelt es sich um sogenannte „Kanurutschen“, die ein einfacheres Zu-Wasserlassen der Boote ermöglichen. Neben der „Rutsche“ ist der Aufbau von bis zu acht Treppenstufen aus Metall mit einseitigem Handlauf geplant.

Diese Anlagen werden in der Einheitsgemeinde im Bereich Dobbrun, im Bereich des Krumker Parkes, des Naturlehrpfades in Rossau und am Bootsanleger im Biesebad (zwei Einstiegsstellen) gebaut. An den Wehren Schliecksdorf und Rossau soll es Querungshilfen - das sind zwei Einstiegsstellen im Bereich einer Wehranlage - geben. Auf dem Territorium der Verbandsgemeinde Seehausen sind Einstiegsstellen bei Behrend, Seehausen, Krüden, Pollitz und Wanzer vorgesehen. Weiterhin soll laut Planung eine Querungshilfe in Seehausen entstehen.

Biese und Aland durchqueren gleich mehrere FFH (Flora-Fauna-Habitat)-Gebiete, die unter besonderem Schutz zu stellen sind. Deshalb fanden Umweltprüfungen statt, für die beide Kommunen finanziell aufkommen mussten.