Krumke/Krevese l Ein neuer Fuß- und Radweg zwischen Krumke und Krevese soll her: Zwar gibt es bereits entlang der Landesstraße eine Verbindung, „aber dieser Asphaltweg ist ja für Fußgänger nicht so schön“, sagt Schulz. Das zeige sich schon daran, dass Osterburger Ausflügler gewöhnlich nur über den Alten Krumker Weg und die Luther­allee bis nach Krumke spazieren. Dabei habe auch Krevese einiges zu bieten, sagt Schulz und nennt den Guts­park als Beispiel. Zudem gibt es Projekte, die das Dorf in Zukunft noch attraktiver machen dürften, wie das „Dorfwohnzimmer“, dass die Herrenhaus-Eigentümer Ralf Engelkamp und Rainer Kranz in der Verwalterhaus-Ruine einrichten wollen.

Der angedachte neue Weg, der eine verdichtete Oberfläche erhalten könnte, hat im Übrigen auch historische Vorbilder. Wie unter anderem Kartenmaterial aus dem 18. Jahrhundert aufzeige, habe eine Verbindung von Krumke mitten durch die Feldmark in das Kreveser Dorfzentrum geführt. „Ich habe den Gedanken schon lange, diese alte Wegeverbindung wieder anzulegen“, sagt Nico Schulz, der nun „eine einmalige Gelegenheit“ dafür gekommen sieht, die Idee in die Tat umzusetzen. Denn die Ortschaft Krevese mit der bis Zedau und Krumke reichenden Umgebung durchläuft vor dem Bau der Autobahn 14 ein sogenanntes Flurneuordnungsverfahren, in dem unter anderem die Grundstücke sortiert und auch neue Wegeverbindungen eingerichtet werden sollen. In das vom Land mit Förderquoten in Höhe von 85 Prozent untersetzte Verfahren würde sich die Wegeverbindung zwischen Krumke und Krevese gut einfügen, ist der Osterburger Bürgermeister überzeugt. Ob das Projekt bei seiner Verwirklichung nun tatsächlich einer historischen Route folgt oder nicht, lässt Schulz offen. Denn zwar sei man bei einer Begehung des Geländes durchaus auf Spuren früherer Verbindungen gestoßen. Gleichzeitig gab aber schon das noch vorhandene Kartenmaterial Aufschluss darüber, „dass sich die Route im Laufe der Zeit immer wieder verändert hat“, sagt der Bürgermeister. Für die mögliche Route des neuen Weges sieht Schulz zwei Optionen, die beide von Krumke aus direkt in den Kreveser Gutspark führen. Diese sollen von dem Ingenieurbüro, dass das Kreveser Flurneuordnungsverfahren begleitet, genauer analysiert werden.

Wann das Projekt in die Tat umgesetzt wird, ist offen. Dafür gebe es noch keinen Zeitplan, sagt der Bürgermeister. Und fügt hinzu, „innerhalb der nächsten fünf Jahre sicher noch nicht mit dem neuen Weg zu rechnen ist.“