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Wegen Corona: Osterburger Schützengilde bleibt auf dem Schießplatz unter sich

Von Nico Maß
Günter Drehn (im Vordergrund) und Ulrich Bauer befestigen auf dem Schießstand der Osterburger Gilde Zielscheiben auf neuen Unterlagen. Foto: Nico Maß

Osterburg

Die Osterburger Gilde agiert coronabedingt seit Wochen unter Ausschluss der Öffentlichkeit, gänzlich still ist es an der Schießanlage auf dem Fuchsbau aber nicht. „Wir dürfen die Anlage zwar nicht für Einwohner öffnen. Dass wir selbst trainieren, ist uns aber gestattet. Das jedoch maximal zu zweit“, erklärt Gildechef Ulrich Bauer.

Die Osterburger Schützen hätten zuletzt aber längst nicht nur Zielscheiben anvisiert. „Wir haben ein paar Arbeitseinsätze zur Unterhaltung unserer Vereinsanlage geleistet“, sagt Günter Drehn. Dabei sei es vor allem um Pflegemaßnahmen gegangen. Und am Kugelfang, der schon im Vorjahr von Grund auf erneuert wurde, brachten die Schützen neue Unterlagen für die Zielscheiben an, berichtet der amtierende Schützenkönig.

Seine „königlichen Würden“ darf Drehn länger tragen als anfangs gedacht. Denn den sonst üblichen Schützenfest-Termin der Osterburger Gilde eine Woche nach Pfingsten haben die Schützen längst gestrichen. In der Hoffnung, dass sich die Pandemie-Lage bis zum Spätsommer deutlich entspannt, visiert die Gilde aktuell den 11. September als Schützenfest-Tag an. Gefeiert werde dann aber nur im kleinen Rahmen, „ohne Gastvereine und ,großen Bahnhof’. Diesmal bleiben wir aller Voraussicht nach unter uns“, geht Ulrich Bauer von einer gildeinternen Sause aus. Auch den Schießplatz bekommen bis auf Weiteres nur die Mitglieder der Gilde zu Gesicht. „Wir haben alle Veranstaltungen für die Einwohner ausgesetzt.“

Ob in der zweiten Jahreshälfte wieder öffentliche Veranstaltungen auf der Schießanlage möglich sein werden, bleibt abzuwarten. Ein für die Gilde selbst wichtiges Ereignis hat der 27 Mitglieder zählende Verein aber bereits fest auf das nächste Jahr verschoben. 2022 werden die Schützen einen neuen Vorstand wählen. Ob der langjährige Gildechef Ulrich Bauer dann erneut für den Vorsitz antritt, lässt er noch offen. „Schließlich werde ich im nächsten Jahr auch schon 70“, begründet er schmunzelnd.