Osterburg l Biologin Julia Kamp ist im Wolfskompetenzzentrum Iden unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit und die Rissbegutachtung im Kompetenzzentrum zuständig. Das Anliegen, über den Wolf zu informieren, führte sie am Dienstag in die Stadt- und Kreisbibliothek Osterburg.

In ihrem Vortrag war beispielsweise zu erfahren, dass mittlerweile 73 Wolfsrudel in Deutschland heimisch sind. Eines davon ist dank der Hilfe von Jägern sowie Förstern für das Gebiet der Altmärkischen Höhe offiziell bestätigt.

Julia Kamp stellte dar, woran man einen Wolf erkennt. Und sie zeigte Unterschiede zu Hunderassen auf, die Isegrimm zum Verwechseln ähnlich sehen. Zudem erklärte sie anhand von Pfotenabdrücken, Losungen und anderen Merkmalen, wie dem Wolf auf die Spur zu kommen sei. „Bei Sichtungen oder Funden, die auf Wolfsaktivitäten hindeuten, sollte man sich bei uns umgehend melden“, bittet Julia Kamp. Das gehe unter anderem telefonisch, im Internet via Online-Formular oder per Email unter wzi@lau.mlu.sachsen-anhalt.de. Für Tierhalter werden zudem kostenlose Herdenschutzberatungen angeboten. Das liege den Mitarbeitern besonders am Herzen, denn an den Nutztieren habe der Wolf nichts zu suchen. Kamp sprach auch über diverse Verfahren zum Schutz der Nutztiere. So würden momentan wolfssichere Rinderzäune getestet.

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Julia Kamp hat in den Niederlanden studiert und ihren Master in Wald- und Naturschutz gemacht. Einige Praktika führten sie dabei unter anderem in die Lausitz zum LUPUS-Institut (Wolfsmonitoring und Forschung) sowie nach Kroatien, ehe die Referentin im Jahr 2017 ihre Stelle im Idener Wolfskompetenzzentrum antrat.