Salzwedel l Sie tanzten, sie sangen die Lieder aus ganzem Herzen mit und sie feierten ihre Helden: 1100 Besucher kamen am Sonnabend beim Bundesfinale des Bandwettbewerbs „local heroes“ im Salzwedeler Kulturhaus voll auf ihre Kosten. Wie die Bands, waren viele Fans aus dem ganzen Land angereist, um den Kontest in der Hansestadt zu verfolgen.

„Es war ein toller Abend. Die Musiker hatten ein hohes Niveau. Die Stimmung war ausgelassen und schön. Es macht immer Spaß in Salzwedel“, zog auch „local heroes“-Projektleiterin Julia Wartmann eine positive Bilanz.

Am Ende hatte die Berliner Band Peak City die Nase vorn. In den Augen der Jury hatten die sieben Jungs die beste Leistung des Abends abgeliefert. Die musikalische Einordnung der Band fällt dabei gar nicht so leicht, spielt sie doch eine Mischung aus hartem Rock, elektronischer Tanzmusik und Metal.

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Doch der bunte Stilmix verfing bei Juroren und Publikum gleichermaßen. Tatsächlich erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt, als die Berliner auf der Bühne standen. Mit einem Talent für die große Geste und unterstützt von zahlreichen mitgereisten Fans aus der Hauptstadt flogen zwar nicht die Fetzen, dafür aber hunderte Federn. Als Einlage hatte die Band mehrere Kissen aufgerissen und den Inhalt auf die Fans rieseln lassen.

Wohnzimmer-Bühne im Foyer

Nicht nur vor der Bühne wurden den Gästen einiges geboten. Im Foyer des Kulturhauses hatten die Veranstalter eine einem Wohnzimmer nach- empfundene Mini-Bühne aufgebaut. Hier stellten sich die Bands den launigen Fragen des Musikjournalisten Howie Yagaloo. Dazu spielten sie kurze akustische Versionen ihrer Lieder oder bekannter Klassiker. Sachsen-Anhalts Vertreter Môrre, Moritz Schanz mit bürgerlichem Namen, etwa spielte auf dem spanischen Schlaginstrument Cajon eine Version des Liedes „We will rock you“ der britischen Band Queen.

Ansonsten endete die Veranstaltung für den Biederitzer eher enttäuschend. Angereist mit dem Ziel, den Wettbewerb zu gewinnen, ging Môrre gänzlich leer aus. „Ich hatte mehr erwartet“, gab der 20-Jährige unumwunden zu. Allerdings trat der Solokünstler von Fieber geschwächt auf. Für Julia Wartmann war Môrre deshalb der Sieger der Herzen.