Salzwedel l Warum die Praxis schließt, dazu konnte die KVSA keine Angaben machen. „Aus Gründen des Sozialdatenschutzes ist es uns verwehrt, Aspekte, die diesem besonderen Schutz unterliegen, öffentlich bekannt zu geben“, erklärte Bernd Franke, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt, auf Anfrage.

Er bestätigte allerdings, dass die seit 1997 bestehende Praxis zum 1. April schließt und die Nachfolge noch nicht geregelt ist. Derzeit werde aber geprüft, welche Maßnahmen ergriffen werden könnten, um diese Lücke zu schließen. Darauf setzen auch die Patienten, denn die nächsten Hautärzte sind in Gardelegen und Stendal niedergelassen. Gelingt eine Nachfolge nicht, dann müssen die Betroffenen mit weiteren Wegen rechnen.

In der Hansestadt Salzwedel sind momentan 36 Fachärzte tätig. Mit unterschiedlichen Versorgungsaufträgen. Damit ist – vereinfacht gesagt – der Umfang der Betreuung der Patienten gemeint. Weil die Ärzte selbstständig sind, können sie ihre Arbeitszeit selbst festlegen. Das bedeutet, dass Mediziner gleich welcher Disziplin ebenso wie der „normale“ Arbeitnehmer nicht ganztags, sondern auch in Teilzeit behandeln kann.

Keine drohende Unterversorgung

Auf Ebene der allgemeinen fachärztlichen Versorgung ist laut KVSA derzeit mindestens ein Facharzt in Salzwedel tätig. Zur allgemeinen fachärztlichen Versorgung zählen in der Hansestadt Augenärzte (3), Chirurgen (4), Frauenärzte (4), Hautärzte (1), Hals-, Nasen- Ohren-Ärzte (3), Kinderärzte (2), Nervenärzte (3), Orthopäden (2), Fachinternisten (fachärztlich tätig, 3), Psychotherapeuten (8), Radiologen (1), Anästhesisten (1) und Urologen (1). Nicht zur Kassenärztlichen Vereinigung gehören die Zahnärzte. Die wiederum sind in der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt organisiert.

Bisher – also einschließlich der Praxis von Frau Dr. Hauptmann – war für den Planungsbereich Altmarkkreis Salzwedel laut Bernd Franke keine Unterversorgung oder drohende Unterversorgung im Fachgebiet der Dermatologie festzustellen gewesen. Aus diesem Grund seien keine darauf beruhenden Maßnahmen durch den Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen beschlossen worden.