Salzwedel l „Wir haben uns auf wenige Parkplätze beschränkt, weil wir das natürliche Umfeld des Kunsthauses mit den schönen Bäumen erhalten wollen. Außerdem wollen wir die Fläche für Außenveranstaltungen und Skulpturen-Ausstellungen freihalten. Mit den roten Ziegelsteinen, eingefasst in Natursteinen, die am Ort vorhanden waren, haben wir eine schöne Fläche geschaffen“, sagt Dietrich von Gruben, Vorstandsvorsitzender der Salzwedeler Kunststiftung.

Doch kaum ist ein Projekt beendet, steht bereits das nächste an: Der Bau der Terrasse an das bestehende Restaurant heimart. Von Gruben hofft, dass innerhalb der nächsten vier Wochen die Ausschreibung der Arbeiten erfolgen kann. Bis wann das Projekt abgeschlossen sein wird, ist noch unklar.

Mit Firmenleistungen zufrieden

Dies müsse mit dem Unternehmen abgesprochen werden, sobald die Ausschreibung abgeschlossen ist, sagte er. Zum finanziellen Aufwand, den die Stiftung bei dem Vorhaben zu stemmen hat, wollte von Gruben nichts sagen.

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Mit der Qualität der ausgeführten Arbeiten der bislang am Bau beteiligten Firmen ist der Stiftungsvorsitzende aber zufrieden. „Wir konnten viele regionale Unternehmen beauftragen. Einige haben bei der Preisbildung auf den gemeinnützigen Charakter der Baumaßnahme und auf die Besonderheit des Gebäudes für die Stadt Rücksicht genommen. Es gab auch Spenden von einigen Unternehmen“, berichtet von Gruben .

Natürlich habe es bei zwei bis drei Firmen auch Unregelmäßigkeiten gegeben, die zu Bauverzögerungen geführt hätten.

Dies sei bei der Größe des Vorhabens allerdings nicht ganz zu vermeiden.

Übereinstimmung mit dem Denkmalschutz

„Zeit und Geld“, sagt von Gruben mit einem Lächeln auf die Frage, mit welchen Problemen die Kunststiftung während der Bauphase zu kämpfen hatte. Aufgrund der dem Gebäude sehr entgegenkommenden Nutzung und der festen Überzeugung, das Haus in die Bauzeit von 1906 weitestgehend zurückversetzen zu wollen, habe die Stiftung große Übereinstimmung mit dem Denkmalschutz erzielen können.

Die zahlreichen Gäste empfänden die Restaurierung als „sehr gelungen und fühlen sich in den Räumen sehr geborgen“. Schwieriger dagegen sei die Integration des Brandschutzes in das Konzept gewesen, aber der Brandschutz stehe über allen anderen Bedürfnissen. „Sicherheit geht vor“, betont von Gruben.

Insgesamt haben die Verantwortlichen der Stiftung die Bauzeit als sehr lang empfunden. Dies hänge auch damit zusammen, dass der Beginn an einem neuen Gewerk häufig den Abschluss eines anderen voraussetzt. „Objektiv ist die Zeit von drei Jahren reiner Bauzeit aber für ein Haus dieser Größe und der Bestimmung durchaus akzeptabel. Es war wohl eher unsere Ungeduld und teilweise Unerfahrenheit, die uns den Eindruck der langen Dauer vermittelt hat“, berichtet der Vorsitzende.

Ein Problem sei gewesen, dass die Kosten höher als geplant ausfielen, und dass „wir auf der anderen Seite einige Gelder nicht bekamen. Wir hatten gehofft, Fördermittel aus dem Bereich Kunst und Kultur zu bekommen, aber diese Förderung ist vollständig ausgefallen.“ Darüber hinaus hatten die Verantwortlichen gehofft, überregional mehr bekannte Sponsoren begeistern zu können.

Das sei allerdings aus verschiedenen Gründen nicht gelungen. „So kamen wir nicht darum herum, doch einen Kredit aufzunehmen, um nicht mitten im Projekt stoppen zu müssen“, sagt von Gruben.