Dass Salzwedel ein schmuckes Städtchen ist, wusste schon Albrecht der Bär, der mächtig einen auf dicke Hose machte. Auch Turnvater Jahn fand an Salzwedel Gefallen, ebenso wie Johann Friedrich Danneil, der alte Prähistoriker. Jenny von Westphalen wurde bekanntlich als Kind nach Trier verschleppt. Doch trotz der A- und C-Prominenz aus grauer Vorzeit, hatten stets andere Städte die Lorbeeren abgeräumt. Stendal hat mehr Einwohner, Gardelegen ist flächenmäßig größer, und Tangemünde darf sich auch noch Kaiserstadt nennen. Na toll. Salzwedel blieb „nur“ der Titel Baumkuchenstadt. Schickes Zentrum, riesiges Fachwerkensemble, viele Kirchen – aber wer von Salzwedel spricht, denkt nur an Kuchen. Doch das hat nun ein Ende - und zwar ein gutes.

Salzwedel ist ja auch Hansestadt, aber eben nicht so schnöde wie andere Langweiler mit dem Titel. Denn: Geo zählt die Jeetzestadt aktuell zu den zehn besonders schönen Hansestädten. Läuft!

Elitärer Städtebund

„Die Hansestadt in Sachsen-Anhalt ist bekannt für Kunst und Kulinarisches, für Backsteingotik und Baumkuchen“, schreibt das Magazin in der Begründung. Neben Salzwedel gesellen sich noch Lübeck, Stade, Korbach, Hamburg, Greifswald, Lüneburg, Bremen, Stralsund und Wismar in den äußerst elitären Städtebund.

„Doch Salzwedel hat neben Baumkuchen noch mehr zu bieten: Über 600 Fachwerkhäuser, prächtige Kirchen und Stadttore, unzählige Brücken und Grünanlagen sowie das Danneil-Museum, ein eindrucksvoller Renaissance-Fachwerkbau, schmücken das Stadtbild“, heißt es weiter auf der Geo-Internetseite. Damit ist endlich besiegelt, welche Hansestadt in der Altmark die schönste ist. War doch irgendwie klar...