Arendsee l „Waldheim Arendsee; Baubeginn: Sommer 2021“, steht auf einer großen Holztafel direkt am Hang neben dem Seeweg. Wer es genauer wissen möchte, kann auch digitale Möglichkeiten nutzen. Eine eigene Internet-Seite ist für das ehrgeizige und aktuell eines der größten Projekte in der Altmark eingerichtet worden. So wird nicht nur an den Plänen festgehalten, 2021 mit dem Bau von Wohnungen beginnen zu wollen. Die Öffentlichkeit kann praktisch dabei sein. Noch bevor Fachleute die ersten Gebäude bauen werden, gibt es Bilder zu sehen, wie das Areal künftig aussehen soll. Dabei handelt es sich um einen Anfang. Ankündigt werden auch abrufbare 3D-Visualisierungen sowie Grundrisspläne. Interessierte sollen die Gelegenheit bekommen die Waldheim-Pläne und deren Umsetzung mit zu verfolgen, ohne auf das umzäunte Gelände zu müssen.

Investitionsvolumen von 30 Millionen Euro

Die grundsätzlichen Fakten sind unter www.waldheim-arendsee.de abrufbar. Bis 2024 sollen 30 Millionen Euro investiert werden. Geplant sind zunächst 100 Wohneinheiten. Die Gesamtfläche beträgt 30.000 Quadratmeter. Die Investoren Dirk Stehr und Matthias Pawlas hatten gegenüber der Volksstimme auch klar gemacht, am Hotel-Projekt ebenfalls festhalten zu wollen. Die Ferienwohnungen haben zunächst Vorrang.

Dies hat zwei Gründe: Dadurch lassen sich Einnahmen generieren. Denn es handelt sich um Eigentumswohnungen. Außerdem macht wohl kein Gast gerne Urlaub auf einer Baustelle. Darum ist dieser Bereich des Waldheim-Areals zum Schluss dran. Ein weiterer Bestandteil des Plans ist eine Aussichtsplattform über dem Seeweg.

Um alle Ziele erreichen zu können, ist eine moderne In­frastruktur nötig. Daran soll im Rahmen des Wohnungsbaus ab dem Sommer 2021 ebenfalls gearbeitet werden. Die vorhandene Zufahrtsstraße durch den Wald wird angepasst, und auch eine neue Zufahrt zur Landesstraße ist vorgesehen. Auf dem Waldheim-Grundstück herrscht inzwischen Baufreiheit. Die Altlasten wie das einstige Hauptgebäude des FDGB-Erholungsheimes, Bettenhaus und Speisesaal mit Terrasse wurden abgerissen.

Einstiger Arendseer Schandfleck ist weg

Damit ist auch ein Arendseer Schandfleck verschwunden. Die ungenutzten Objekte waren zerfallen, wurden immer wieder mutwillig beschädigt und es brannte dort auch mehrfach. Nun gibt es Platz für neue Ideen. Der Seeblick ist dabei ein entscheidender Faktor beim Vermarkten.

Die Investoren sind überzeugt, für die Wohnungen lassen sich Interessenten finden. Bei diesem Punkt herrscht ebenfalls Offenheit. Mit Prozenten wird auf der Internetseite der aktuelle Stand vermerkt. Demnach gibt es für 32 Prozent der Wohnungen bereits Reservierungen. Die Abrissarbeiten sind zu 100 Prozent abgeschlossen und der Planungsstand liegt derzeit bei 95 Prozent. Die Vergangenheit spielt ebenfalls eine Rolle. Alte Bilder und Postkarten können auf der Internetseite genauso wie aktuelle Aufnahmen angeschaut werden.

Der Ticker läuft rückwärts

Auch ein Ticker, der rückwärts läuft, wurde eingerichtet. So werde der erste Spatenstich im Sommer erfolgen. Am Dienstag, 1. Juni 2021, soll es so weit sein. „Es wird ein Ort, in dem wieder gelebt und gelacht werden kann“, sind sich die Investoren sicher.

Rückhalt haben sie vom Stadtrat. Dieser untermauerte erst vor wenigen Wochen: Die Projektziele werden weiter befürwortet. Auch Unterstützung wurde den Investoren seitens der Politik zugesichert.