Salzwedel l „Wir sind nicht untätig gewesen und haben viele Gespräche geführt“, informierte Bürgermeisterin Sabine Blümel die Mitglieder des Hauptausschusses am Mittwochabend. Man habe sich unter anderem mit der Telekom kurzgeschlossen. „Die Telekom wird nach Lösungen für Brietz und hier insbesondere den Eichengrund sowie für Hoyersburg suchen. Da muss jetzt endlich etwas passieren“, so Sabine Blümel.

Die anderen Salzwedeler Ortsteile, die aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht von dem Telekommunikationsunternehmen an das schnelle Internet angeschlossen werden, sollen nach dem Willen der Stadtverwaltung aber nicht abgehängt werden. „Wir könnten eine Förderung von 90 Prozent für eine Markterkundung bekommen. Darin sind sowohl die Ortsteile als auch Schulen und Gewerbegebiete eingeschlossen“, erklärte die Bürgermeisterin.

Man wolle zeitnah flächendeckend auf den Breitband-Zug aufspringen. „Wir sind am Ball und versuchen, alles herauszuholen, was möglich ist“, versicherte Sabine Blümel.

Meinung geändert

Peter Fernitz (CDU) zeigte sich etwas verwundert ob der Initiative der Stadtverwaltung. „Jetzt reden sie davon, ein Markterkundungsverfahren einzuleiten. Vor einigen Wochen haben sie noch gesagt, es liegt hier kein Marktversagen vor.“ Ein Marktversagen solle jetzt von der Markterkundung festgestellt werden, entgegnete Sabine Blümel.

Ein weiterer Punkt, mit dem sich die Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen beschäftigt hat, ist das freie WLAN. „Wir haben an mehreren WLAN-Veranstaltungen teilgenommen. Unser Ziel ist es, in der Innenstadt freies WLAN anzubieten. Dazu wollen wir an einem bundesweiten Pilotprojekt teilnehmen“, kündigte das Stadtoberhaupt an.

Verwaltung gegen Zweckverband

Man sei bereits angemeldet. Eine Zusage für die Teilnahme stehe allerdings noch aus. „Es ist nichts sicher, aber wir versuchen alles, damit wir nicht das Schlusslicht bei der Internetanbindung sind“, sagte Sabine Blümel.

Die Initiative der Stadtverwaltung ist als weiterer Schritt zu sehen, um eine erneute Diskussion über einen Beitritt der Hansestadt zum Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) zu unterbinden. Vor einigen Wochen war ein Beschluss zu diesem Thema zurückgestellt worden, da sich die Fraktionen zunächst mit Vertretern des ZBA treffen wollten, um Informationen zum finanziellen Risiko eines Beitritts zu erhalten. Die Verwaltung rät von einem Beitritt ab.