Salzwedel (me) l Ab September soll die Brücke über die Dumme in Salzwedel im Zuge der Kreisstraße Richtung Böddenstedt abgerissen und mit einem Neubau ersetzt werden. Die Arbeiten sollen rund ein Jahr dauern. Planer Olaf König stellte am Dienstagabend im Kreis-Bauauschuss den Bauablauf und die technischen Details des neuen Bauwerks vor. Er berichtete, dass die ursprüngliche Streckenführung verlegt werde musste, weil ein Grundstückeigentümer seine Fläche nicht für eine Anpassung der Straße verkaufen wollte. Das habe einen höheren Aufwand und entsprechend mehr Ausgaben verursacht. Während er von reinen Baukosten in Höhe von 739  765 Euro ausgeht, veranschlagt der Kreis inzwischen 1,171 Millionen Euro.

Die Ausschuss-Mitglieder stimmten in der Sitzung einer überplanmäßigen Ausgabe in Höhe von 348  200 Euro zu, die sich aus einem Mehrbedarf für Planung, Bauüberwachung, Grunderwerb, Verwaltung, Vermessung und weiteren Nebenkosten ergeben hätten. Schon 2018, als das Vorhaben verschoben worden war, ist die Höhe der Kosten laut Kreisverwaltung auf 822  800 Euro gestiegen.

Schlechter Zustand

Mit der erforderlichen Vollsperrung in der Bauzeit hat vor allem die unweit der Brücke ansässige Personenverkehrsgesellschaft Salzwedel (PVGS) ein Problem. Um die zu fahrenden Umleitungsstrecken für die Stadtlinien- und Schulbusse gering zu halten, sollten sie aus Richtung Kemnitz über die Reimmannstraße auf die Braunschweiger Straße und so in die Stadt gelangen. Der dortige Bahnübergang der still gelegten Strecke Salzwedel-Klötze stellt allerdings aufgrund seines schlechten Zustands ein unüberwindbares Hindernis für die großen Fahrzeuge dar. Außerdem ist an der Reimmannstraße das beidseitige Parken erlaubt. Deshalb regt der Planer in Absprache mit Vertretern der Stadt und der PVGS an, den Busverkehr über das Marschfeld umzuleiten.

Eine Idee, die bei den Ausschuss-Mitgliedern auf Skepsis stieß. Unter anderem, weil zunächst eine lange nur mit Schotter befestigte Strecke hergerichtet werden müsste, und auch Schäden zu erwarten seien. Steffen Rossau (Freie Liste), der die Sitzung kommissarisch leitete, schlug vor, den Bahnübergang mit Splitt so gestalten, dass er befahrbar wird. Das müsse mit der Stadt und dem Eigentümer der Strecke, der Deutschen Regionaleisenbahn abgestimmt werden, entgegnete König.