Diesdorf l Obst schneiden kann Tabea Blümler mittlerweile perfekt. Es ist eine ihrer Aufgaben als Bundesfreiwilligendienst-Leistende. „Dass die Schüler eine Obstmahlzeit bekommen, finde ich gut“, sagt die 17-Jährige. Allerdings würden sich beim Möhrenschnitzen die Fingernägel verfärben, merkt sie schmunzelnd an.

„Ich habe nicht so richtig gewusst, was ich machen möchte“, erzählt Tabea Blümler, die im Vorjahr mit dem erweiterten Realschulabschluss die zehnte Klasse an der Dährer Sekundarschule erfolgreich beendet hat. Justizvollzugsbeamtin? Psychologin? Mit Kindern arbeiten? Möglichkeiten, die sie sich durchaus vorstellen konnte. Dann brachte sie ihre Klassenlehrerin auf den Gedanken, mal nachzufragen, ob sie für ein Jahr in der Diesdorfer Grundschule arbeiten könne. Das habe geklappt. Und nun weiß sie auch, dass sie künftig mit Kindern arbeiten wolle. Den Zuschlag für die zweijährige Ausbildung zur Sozialassistentin hat sie bereits. Danach will Tabea Blümler Erzieherin werden. Die Erfahrungen aus dem Jahr seien ihr ganz wichtig. „Es ist ein Plus in der Bewerbung, wenn man belegen kann, dass man schon mit Kindern gearbeitet hat“, beschreibt sie.

Viele Namen merken

Doch wie war das Jahr für sie? „Ich war erst nervös, ob ich mir die Namen alle merken kann. Aber das hat mit der Zeit gut geklappt“, schildert Tabea Blümler. Sie habe auch gelernt, dass die Kinder individuell seien. Mit einigen sei sie schneller warm geworden, bei anderen habe sie länger gebraucht.

Das Vorbereiten der täglichen Obstmahlzeit gehört ebenso wie die Aufsicht in der ersten Pause zu ihren Aufgaben. Helfen in der ersten Klasse, bei Wegen beispielsweise zum Sportunterricht begleiten, so bringt sich die Dährerin mit ein. „Hier ist es richtig familiär. Das Kollegium hat mich herzlich aufgenommen. Es gab viele Tipps. Das wird bestimmt ein trauriger Abschied“, merkt die 17-Jährige an.

Gut für die Entwicklung

Die pädagogische Mitarbeiterin Angelika Scholz hat Tabea etwas unter ihre Fittiche genommen: „Ein Bundesfreiwilligendienst-Leistender ist für uns immer eine Hilfe. Das Jahr ist auch gut für die Entwicklung junger Menschen.“ Diese würden merken, dass sie sich den Respekt der Kinder erst erarbeiten müssten. Und sie würden sich mehr Gedanken über die Umwelt machen. „Man lernt hier etwas fürs Leben“, ist sich Angelika Scholz sicher. Das Kollegium würde sich freuen, wenn sich ein neuer Bewerber fürs kommende Schuljahr finden würde, der dann auch Lebenserfahrung sammeln könnte.

Mehr Informationen über das Angebot gibt es bei Petra Schatz, Umwelt- und Landschaftssanierung Altmark GmbH, Am Apenburger Hof in 38489 Beetzendorf, Telefon 039000/5024.