Arendsee l Die Mutter-Kind-Kurklinik des Deutschen Roten Kreuzes in Arendsee hat seit Mitte März ihren Betrieb eingestellt. DRK-Landesgeschäftsführer Carlhans Uhle sorgt sich „ernsthaft darüber, wie es weitergehen soll“. Als Vorsorge- und Rehabilitations-Einrichtung falle sie nicht unter den Rettungsschirm der Bundesregierung.

Deshalb hat Uhle sich jetzt an Landesgesundheitsministerin Petra Grimm-Benne gewandt und Gespräche mit Bundestagsabgeordneten aus Sachsen-Anhalt aufgenommen. „Rehabilitations- und Vorsorgekliniken für Mütter und Väter nicht zu unterstützen, kann in der aktuellen Situation nicht das richtige Signal sein“, erklärt Uhle in einer Pressemitteilung.

Sachkosten laufen weiter

Die Klinik habe aktuell keine Einnahmen mehr. Viele Sachkosten liefen jedoch weiter. Als gemeinnützige Organisation hätten zudem nur wenige Rücklagen gebildet werden können.

Der Bedarf an Kuren sei schon vor der Corona-Pandemie groß gewesen. Deshalb gehe die DRK-Landesgeschäftsführung davon aus, dass die Nachfrage aufgrund vielfältiger Belastungen in der Corona-Krise weiter steigt. „Und dann müssen wir arbeitsfähig sein“, sagt Uhle. Er fordert, auch Einrichtungen wie die sachsen-anhaltinische Mutter-Kind-Klinik in die Regelungen des COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetzes aufzunehmen oder andere Unterstützung bereitzustellen. Zudem würde er eine Einbeziehung in den Rettungsschirm begrüßen.

 Die Klinik wurde 1996 gebaut und ist die einzige ihrer Art in Sachsen-Anhalt. Sie bietet Kuren für Mütter und Väter sowie deren Kinder. Sie ist mit 69 anderen Rehabilitations- und Vorsorgekliniken eine vom Müttergenesungswerk anerkannte Einrichtung.