Salzwedel l Vorhang zu und Licht aus - auch weiterhin. Jürgen und Babara Bode, Betreiber des Salzwedeler Filmpalastes, rechneten schon damit. Die Kinos bleiben vorerst bist zum 20. Dezember geschlossen, so haben es diese Woche Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin beschlossen. Solange es keine deutliche Kehrtwende bei den Infektionszahlen gibt, wird es auch keine Aufhebung dieser Einschränkungen geben, so Angela Merkel. Der Filmpalast in Salzwedel bleibt also still.

Verleiher verschieben Blockbuster

Noch im September rechnete das Ehepaar Bode mit dem Kinostart des neuen James Bond Films „Keine Zeit zu sterben", der wegen der Corona-Krise vom 2. April auf 12. November verschoben werden musste. Doch der Starttermin wurde aufgrund der Pandemie nochmals verschoben und ist jetzt für den 2. April 2021 angesetzt. Die großen Verleiher halten ihre Blockbuster lieber zurück. Einnahmen, die fehlen. Jürgen Bode hofft nun auf die angekündigten Novemberhilfen, um zumindest die Fixkosten abdecken zu können.

Popcorn und Nachos to Go

Die finanziellen Rücklagen fließen dahin. Zum Glück haben die Bodes gut gewirtschaftet, so können sie die Zeit finanziell überbrücken. Das Ehepaar Bode versucht Alternativen zu bieten. So verkaufen sie trotz sechs geschlossenen Kinoräumen Popcorn und Nachos to Go. Und wer noch nach einem Weihnachtsgeschenk sucht, der kann sich Gutscheine an der Kinokasse kaufen.

Klare Ansage wird benötigt

Für die Zukunft wünscht sich Jürgen Bode vor allem eins. „Wir erhoffen uns einfach klare Aussagen und klare Termine von der Bundesregierung, wann wir wieder starten können." Der Filmexperte weiß, die Wertschätzung seitens der Besucher ist da. Es bleibt nun abzuwarten, wann sich die Kinos wieder füllen dürfen.

Wir haben Jürgen Bode im Filmpalast mit der Kamera besucht. Hier geht es zum Videointerview.