„Spaziergänge“

Corona-Protest: 700 Teilnehmer in Salzwedel, Gardelegen und Klötze

Im Altmarkkreis Salzwedel kamen bei drei Protestaktionen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen rund 700 Personen zusammen. Aufgrund mehrerer Vorfälle ermittelt die Polizei.

11.01.2022, 13:45
Wie vor einer Woche (Archivbild) gingen auch am Montagabend (10. Januar) Menschen gegen die Corona-Maßnahmen in Salzwedel, Gardelegen und Klötze auf die Straße.
Wie vor einer Woche (Archivbild) gingen auch am Montagabend (10. Januar) Menschen gegen die Corona-Maßnahmen in Salzwedel, Gardelegen und Klötze auf die Straße. Archivfoto: Christiane Reinert

Salzwedel/Gardelegen/Klötze (cn) - An den sogenannten Spaziergängen, deren Teilnehmer gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestieren, haben sich am Montagabend (10. Januar) im Bereich des Altmarkkreises Salzwedel abermals knapp 700 Personen beteiligt. Die nicht angemeldeten Versammlungen gab es sowohl in Gardelegen als auch in Klötze und Salzwedel. In der Kreisstadt wurden in der Spitze bis zu 350 Teilnehmer gezählt, wie Franziska Hotopp vom dortigen Polizeirevier informierte. Während in Salzwedel alles ruhig verlief, gab es in den anderen beiden Städten Vorkommnisse, die letztlich zu Strafanzeigen führten.

Mehrere Strafanzeigen

So muss sich ein 28-Jähriger, der sich neben rund 170 anderen Personen am Protest in Gardelegen beteiligt hat, wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten. Er hatte entsprechende Pyrotechnik gezündet, konnte von der Polizei im Nachgang aber ausfindig gemacht werden, leistete bei der Identitätsfeststellung jedoch Widerstand gegen die Beamten, so dass er auch noch dafür eine Anzeige erhielt.

In Klötze wurde eine solche gefertigt, weil es verfassungsfeindliche Rufe gab. Hier beteiligten sich laut Hotopp etwa 150 Personen am Protest. In allen Fällen wurden die sogenannten Spaziergänge aus Sicherheitsgründen von der Polizei begleitet.