Salzwedel l In der Perver-Grundschule startet am 30. Juni wieder der Unterricht. Am 27. Juni hatte sich ergeben, dass alle Corona-Tests vom 26. Juni negativ waren und sich demnach keiner der 180 Grundschüler und die Kontaktpersonen der infizierten Hortmitarbeiterin angesteckt haben. Bis auf die Hortkinder, die noch in Quarantäne sind, weil sie engeren Kontakt zu der betroffenen Erzieherin hatten, können die Jungen und Mädchen wieder zur Schule gehen.

Der Hort „Pedro und Janina“ bleibt noch bis einschließlich 2. Juli geschlossen. Dort soll der Betrieb am 3. Juli wieder starten. Dann endet die Quarantäne, und die Erzieher-Kollegen können wieder arbeiten, erklärte Doris Gensch, Leiterin des Eigenbetriebs Kindertagesstätten der Stadt.

Personal ausgelastet

Bis dahin eine Übergangslösung mit Personal aus anderen Einrichtungen zu schaffen, sei nicht möglich. Der aufgrund der Pandemie und der aktuellen Verordnung geltende eingeschränkte Regelbetrieb lasse das nicht zu. Er sehe vor, dass die Erzieher nur in ihren Stamm-Kitas und hauptsächlich in den von ihnen betreuten Gruppen arbeiten dürfen.

Eventuell wäre es möglich gewesen, im Hort „Pedro und Janina“ aus dem Urlaub zurückgekehrte Kollegen einzusetzen. Aber diese Konstellation gebe es gerade nicht, erklärt Doris Gensch. Auch ohne die momentan geltenden Regelungen wäre es schwierig geworden, Personal umzusetzen, weil es in den eigenen Einrichtungen ausgelastet sei, betonte sie. Sie sei sehr froh, dass die Tests gut ausgegangen und alle Erwachsenen und vor allem die Kinder gesund sind. „Da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen“, sagt die Betriebsleiterin.

Tests in kurzer Zeit

Es sei schon eine „großartige Leistung“ von den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes und den anderen Beteiligten gewesen, die vielen Tests in so kurzer Zeit durchzuziehen, schätzt sie ein.

Die Eltern der Hortkinder seien über die Schließung bis 2. Juli informiert. Auch auf der Homepage der Perverschule gibt es einen entsprechenden Hinweis.

Weitere Tests von Kontaktpersonen wie Erziehern und Hortkindern seien nicht erforderlich, informierte Ivonne Ritter-Findeisen vom Presseteam des Altmarkkreises auf Anfrage der Volksstimme. Die sogenannte Generationszeit, bis das Virus nachweisbar sei, betrage sieben Tage. Die infizierte Mitarbeiterin habe seit dem 19. Juni keinen Kontakt mehr zu anderen gehabt. Damit sei der kritische Zeitraum bei der Testaktion am Freitag absolut überschritten gewesen.