Salzwedel l Der Trend hält an: Nach 180 Menschen im Jahr 2016 hat Salzwedel auch 2017 Einwohner verloren. 152 waren es laut der neuesten Statistik der Stadtverwaltung. Die Hauptursache für den Schwund ist, dass es mehr Sterbefälle als Geburten gegeben hat. 329 Salzwedeler sind im Vorjahr verstorben, 204 Kinder haben das Licht der Welt erblickt – ein Minus von 125 Menschen.

Eine geringere Rolle spielt die sogenannte Wanderungsstatistik. Zwar haben insgesamt 1200 Menschen der Einheitsgemeinde den Rücken gekehrt und sind weggezogen. Allerdings verzeichnete die Verwaltung auch 1174 Zuzüge und damit lediglich ein Minus von 26 Einwohnern. Ein genauerer Blick auf die Wanderungsstatistik zeigt, dass die Stadt Salzwedel selbst in diesem Bereich ein Plus von 18 Einwohnern verzeichnen konnte. 1153 Wegzügen stehen 1171 Zuzüge entgegen.

Aber auch innerhalb der Einheitsgemeinde gab es Bewegung. 1737 Menschen haben sich auf dem Gebiet der Hansestadt einen neuen Wohnsitz gesucht.

Kernstadt mit größtem Minus

Abgemildert wurde der Einwohnerschwund durch den Zuzug von Ausländern. Dort gibt es ein Plus von 82 Menschen. Die meisten ausländischen Einwohner stammen aus Afghanistan (241), dicht gefolgt von Syrern (231) und Indern (146). Ein Mann und zwei Frauen sind als staatenlos gemeldet, bei elf weiteren Menschen konnte die Herkunft nicht geklärt werden.

Mit 85 hat die Salzwedeler Kernstadt die meisten Einwohner verloren. Bei den Ortsteilen liegen Böddenstedt (-18), Brietz (-17) und Chüttlitz (-12) in dieser Statistik deutlich vorn. Allein aus Böddenstedt zogen 30 Menschen (17 Zuzüge) weg. In Brietz waren es sogar 37 Wegzüge (20 Zuzüge), in Chüttlitz 29 (21 Zuzüge). Die meisten Einwohner hinzu gewonnen haben Henningen und Pretzier (jeweils 9). Letzterer bleibt mit 1060 Menschen neben der Kernstadt größter Ortsteil der Einheitsgemeinde. Älteste Einwohnerin ist eine Frau, die im Jahr 1913 geboren wurde. Der älteste Mann ist Jahrgang 1915.