Haltestellen

Die Buswartehallen in Salzwedel sehen alles andere als einladend aus

Von Malte Schmidt
Idyllisch, wie das Gras hinter der Bushaltestelle an der Pestalozzi-Schule in Salzwedel wächst. Davor ist deutlich die in die Jahre gekommene und zerstörte Bushaltestelle zu erkennen.
Idyllisch, wie das Gras hinter der Bushaltestelle an der Pestalozzi-Schule in Salzwedel wächst. Davor ist deutlich die in die Jahre gekommene und zerstörte Bushaltestelle zu erkennen. Foto: Malte Schmidt

Salzwedel

Zerschlagene Glasscheiben, demolierte Mülleimer oder bemalte und beklebte Sitzflächen: Immer wieder wüten in der Einheitsgemeinde Salzwedel Zerstörer, die es unter anderem auf Buswartehallen abgesehen haben. Das merken auch zunehmend mehr Salzwedeler, die sich bezüglich dieser Thematik immer mal wieder in der Salzwedeler Volksstimme-Redaktion melden. Erst kürzlich bemerkte eine Anwohnerin der Uelzener Straße, dass die Bushaltestelle auf Höhe des dortigen Friseurs in einem bemitleidenswerten Zustand ist. Das jedoch bereits seit nunmehr vier Jahren. Zwar sei in der Zwischenzeit schon dafür gesorgt worden, dass die Haltestelle einen sauberen Eindruck macht. Aber weiterhin fehle eine Scheibe im Wartehäuschen, so die verärgerte Bewohnerin, die sich bereits bei der Personenverkehrsgesellschaft des Altmarkkreises Salzwedel meldete, um auf die zahlreichen Schäden aufmerksam zu machen.

Dort wurde ihr jedoch freundlich erklärt, dass diese nichts unternehmen könne. Zuständig für die Instandsetzung und Säuberung der Bushaltestellen sei nämlich die Hansestadt Salzwedel.

Mitarbeiter kontrollieren Zustand wöchentlich

Andreas Köhler, in der Stadt für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, erklärte auf Volksstimme-Nachfrage: „Die Schäden an dieser Bushaltestelle sind von Mitarbeitern der Kommunalen Dienste bereits bemerkt worden.“ Im Rahmen der kommenden turnusmäßigen Unterhaltungsmaßnahmen sollen die Schäden, „soweit es geht“, behoben werden, informierte er.

Wöchentlich werden demnach die Bushaltestellen im Stadtgebiet sowie einmal im Monat in den Dörfern auf Schäden von Mitarbeitern des Ordnungsamtes kontrolliert. „Es ist natürlich nicht möglich, alle Haltestellen zu jeder Zeit im Blick zu Haben“, erklärte Andreas Köhler.

Schäden dem Ordnungsamt melden

Bürger, denen Schäden auffallen, können sich beim Ordnungsamt melden. „Jeder Hinweis ist wichtig“, erklärt der Stadtsprecher. Indes sei ein wirksamer Schutz vor Beschädigungen und Beschmutzungen öffentlicher Angebote, zu denen auch Buswartehallen zählen, nur mit gemeinschaftlichen Handeln möglich. „Daher hier noch mal der Aufruf, dass es an jedem Bürger selbst liegt, wie lebenswert und sauber seine Hansestadt ist“, so Andreas Köhler.

Von Seiten der Stadtverwaltung würde man sich außerdem darüber freuen, wenn die Beschädigungen auch der Polizei gemeldet werden. Denn die Bushaltestelle an der Uelzener Straße sei kein Einzelfall. Unter anderem haben Randalierer auch an den Haltestellen an der Goethestraße, vor der Kreisvolkshochschule oder vor der Pestalozzi-Schule gewütet, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Zerstörungswut ärgere die Verwaltung bereits seit Jahren.