Salzwedel/Pretzier (kba, obe, jsc, me) l Die Einschulung am Sonnabend (29. August) in der Gotthold-Ephraim-Lessing-Grundschule war nicht nur für die 55 neuen Grundschülerinnen und –schüler ein wichtiger Schritt in einen neuen Lebensabschnitt und war demzufolge mit Aufregung verbunden. Auch für die Klassenlehrerin der Klasse 1 b, Susann Märtens, und für die Schulleiterin Lydia Hartmann war es ein Neubeginn in dieser Bildungseinrichtung und damit gewissermaßen auch eine Einschulung.

Susann Märtens hatte nach ihrem Referendariat an der Grundschule in Lüchow unterrichtet und Lydia Hartmann in den vergangenen fünf Jahren eine Grundschule im niedersächsischen Gusborn geleitet. Ihren Wohnsitz und damit ihren Lebensmittelpunkt haben beide Pädagoginnen in der Altmark, und sie sind glücklich darüber, auch in ihrer Heimat unterrichten zu können. Nun ist die Lessing-Grundschule zum Mittelpunkt ihres Berufslebens geworden, und sie freuen sich auf die berufliche Herausforderung.

Anzahl der Gäste eingeschränkt

Ein Neustart unter nicht ganz so einfachen Bedingungen. Denn das Coronavirus gibt an den Schulen die Richtung vor. So verlief auch die Einschulung in diesem Jahr anders als in den vorangegangenen. Die Anzahl der Gäste wurde limitiert, ein Mundschutz war erforderlich und der Mindestabstand musste eingehalten werden. Bereits um 9 Uhr war die Festveranstaltung für die Klasse 1 a gestaltet worden. Um 11 Uhr war die 1 c dran. Die Volksstimme begleitete die zukünftigen Schülerinnen und Schüler der Klasse 1 b um 10 Uhr bei ihrem Start in einen neuen Lebensabschnitt.

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Schulleiterin Lydia Hartmann begrüßte die Schüler sowie deren Eltern in der Aula der Grundschule. Doch anders als bei den Festveranstaltungen in den Vorjahren konnten sie und Schüler der 3. und 4. Klassen die neuen Schüler nicht mit einem Live-Programm in ihrer Schule begrüßen. Doch hatten sie ein Programm für ihre neuen Mitschüler vorbereitet und sandten die Grüße in Form von Liedern über eine Videobotschaft.

Neuer Lebensabschnitt

Mit einem Gang durch einen Girlandenbogen wurden die ehemaligen Kindergartenkinder nun zu Schulkindern. In vier Jahren werden sie mit dem Verlassen der Grundschule nochmals diesen Bogen durchschreiten. Auch dann beginnt ein neuer Lebensabschnitt für sie. Im Anschluss führte Susann Märtens ihre Klasse in den Klassenraum und machte sie bekannt mit Lola, der Buchstabenmeisterin, und Einstern, dem Rechenmeister. Beide Figuren werden die Klasse für die nächsten vier Jahre begleiten. Die Klassenlehrerin verzögerte die erste Schulstunde allerdings nicht zu lange, wusste sie doch, dass ihre Zöglinge auf den Hof wollten, um ihre Schultüten in Empfang zu nehmen.

In der Multifunktionshalle erhielten die Schulanfänger der Perver-Grundschule ihre Zuckertüten. Zuvor hatten die Viertklässler mit der Schule der Frösche schon einmal einen kleinen Einblick gegeben, wie es beispielsweise im Mathematikunterricht zugeht. „Die Klassenräume können wir uns leider nicht ansehen“, sagte Schulleiterin Angela Ritter-Hundt. Die Jungen und Mädchen werden ab heute im Container am Mehrgenerationenhaus unterrichtet. Die Räume seien aber sehr schön, so dass sich die Kinder dort wohlfühlen können, sagte sie.

Zwei Durchgänge für eine Klasse in Pretzier

In zwei Durchgängen wurden die 23 Erstklässler der Grundschule in Pretzier eingeschult. Die Turnhalle bot dafür ausreichend Platz. Eltern und Geschwister durften die kleine Feierstunde miterleben, in der Schulleiterin Sabine Just die Kindergartenkinder in Schulkinder verzauberte. Mit dabei Klassenlehrerin Grit Wylegala und die pädagogische Mitarbeiterin Nicole Nagel. Wie in den anderen Schulen, gab es coronabedingt einige organisatorische Dinge mit den Eltern zu klären, ehe im Familienkreis und mit Freunden gefeiert werden konnte.

20 neue Mitschüler gibt es seit Sonnabend in der Evangelischen Grundschule Stephan Praetorius. Nach dem Einschulungsgottesdienst in der Katharinenkirche gab es die erste Unterrichtsstunde im Schulgebäude in der Brewitzstraße.