Arendsee l Die Munitionsreste, die sich noch im Arendsee befinden, sollen entfernt werden. Für das Strandbad bedeutet dies: Das Gelände hinter der Kasse II wird in Richtung Waldgebiet gesperrt, der übrige Bereich bleibt nutzbar. Die angekündigten Arbeiten im Seeboden wurden am Donnerstag, 2. Juli, konkretisiert. Die Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg werden ab Montag, 6. Juli, aus dem Boden geholt. Es wird dabei punktuell vorgegangen. Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz Sachsen-Anhalt hat Spezialisten beauftragt, die im Strandbad beginnen. Die Einrichtung bleibt aber trotzdem geöffnet, ein gefahrloses Baden ist weiterhin möglich.

Allerdings darf nicht wie sonst üblich das gesamte Areal betreten werden. Vor dem FKK-Bereich, der hinter der Kasse II in Richtung Wald beginnt, wird ein Bauzaun aufgebaut. Im Seeboden bis zum vorhanden Grundstückszaun gilt es nach möglicher Munition zu graben. Wie lange dies dauert, ist noch unklar. Die Experten haben in den vergangenen Monaten die Uferbereiche rund um den Arendsee mit Metalldetektoren untersucht. Es wurden anhand der gesammelten Daten Standorte festgelegt. Dort wird nun in den nächsten Wochen und Monaten Stück für Stück gegraben. Nicht immer muss es sich aber um Munition handeln. Auch andere Metallteile könnten unentdeckt im Seeboden liegen.

Sicherheit geht vor

Damit, dass die Arbeiten im Strandbad mitten in der Saison erfolgen, muss die Luftkurort Arendsee GmbH leben. „Die Sicherheit geht vor“, betont Michael Meyer, dass sich das Unternehmen darauf einstellt. Ziel ist, den Besuchern weiterhin Erholung und Spaß zu bieten. Die Zahl von maximal 1800 Gästen, die in Corona-Zeiten als Höchstgrenze festgelegt wurde, bleibt bestehen. Denn von Anfang an haben die Verantwortlichen mit Blick auf den zur Verfügung stehenden Platz einen Sicherheitspuffer eingebaut. Auch wenn am Montag nicht mehr das komplette Grundstück zur Verfügung steht, bleibt genügend Platz, um die Abstandsregeln auch beim Liegen auf den Handtüchern einhalten zu können.

Nutzbar bleibt zudem der Bereich an der Kasse II. Badefreunde können dort zum Beispeil das Drehkreuz passieren, um wieder nach draußen zu kommen. Mit den Transpondern, die die Campingplatzgäste bekommen, lässt sich dort auch weiterhin die Tür offen, um ins Strandbad zu gelangen. Für die FKK-Freunde, deren Bereich nicht betreten werden darf, wird es ebenfalls eine Alternative geben. Die derzeit favorisierte Lösung: Das Nacktbaden direkt vor der jetzigen Fläche zu erlauben. Kompromisse müssen zudem die Mitglieder des Arendseer Drachenbootvereins eingehen. Sie kommen weiterhin zur ihrer Anlage, allerdings nur mit vorheriger Absprache. Vorrang haben die Experten, die nach Munition suchen und diese entsorgen. Gastronomie und Sanitäranlagen sind von der Sperrung nicht betroffen und bleiben wie gewohnt offen. Wer weitere Fragen zum Strandbadbetrieb hat, kann sich vor Ort an der Kasse erkundigen oder die Touristinfo anrufen. Diese ist unter folgender Telefonnummer erreichbar: 039384/271 64.