Arendsee l Auf einem schwimmfähigen Board stehen und mit einem Stechpaddel die Richtung sowie Geschwindigkeit bestimmen. So lässt sich Stand-Up-Paddling beschreiben. Die Arendseer Mitglieder des Wassersportvereins sehen dabei nicht nur einen kurzzeitigen Trend. Der Arendsee bietet, außer bei starkem Wind und Wellen, gute Bedingungen. Die leichten Boards können an Badestellen schnell ins Wasser gebracht werden und schon geht es los. „Ich habe bereits 30 bis 40 Stand-Up-Paddler gleichzeitig auf dem See gesehen“, so der Vorsitzende Maik Grimm. Im Verein gehört dieses Hobby neben anderen Angeboten wie Drachenboot-Rennen inzwischen zu einer festen Säule.

Deutsche Meister geben Wissen weiter

Mit Maximilian Flechtner (Leppin), Luca Sodnik und Vincent Stockmann (beide Zießau) hat der Verein gleich drei Mitglieder, die mit dem Stand-Up-Paddling bei den offenen Deutschen Meisterschaften im Funsport (2019 Sandersdorf) erfolgreich waren und es auch an die Spitze schafften. Ihr Wissen sowie die gesammelten Erfahrung geben sie an die anderen Ehrenamtlichen weiter. Der Wassersportverein will in der Öffentlichkeit mehr für dieses Hobby werben. Während einer Trainingseinheit schauten einige Badegäste am „Schramper Eck“ zu. Am Sonnabend, 12. September, gibt es ab 9 Uhr die Möglichkeit, Stand-Up-Paddling auszuprobieren. „Wichtig ist: Boards können, aber müssen nicht mitgebracht werden. Jeder kann daran teilnehmen, keine Scheu – der Spaß steht im Vordergrund“, wirbt Maik Grimm für die Veranstaltung, bei der neben Kindern und Jugendlichen auch Erwachsene willkommen sind. Der nötige Hygieneplan wurde erarbeitet, die Arendseer Stadtverwaltung genehmigte diesen.

Um das Hobby zu beherrschen, ist etwas Übung nötig. Mit dem nötigen Gleichgewichtsgefühl stellen sich aber schnell Erfolge ein. Die Boards für Anfänger sind etwas breiter und liegen stabiler im Wasser. Für Fortgeschrittene gibt es Exemplare, mit denen schnellere Fahrten möglich sind. Bei Wettkämpfen kommt es nur auf die Zeit an. Eine bestimmte Strecke mit Wende gilt es möglichst schnell zu absolvieren.

Stand-Up-Paddling lässt sich auch ganz in Ruhe betreiben. Möglich ist dies allein oder in kleinen Gruppen. Einen weiteren Vorteil für den Verein nannte Maik Grimm während des Trainings: Kinder, deren Kraft für das Drachenboot noch nicht reicht, können sich auf dem Wasser sportlich betätigen. Dies ist auch ein Grund dafür, warum die Ehrenamtlichen dieses sportliche Hobby so stark fördern und Einheimische begeistern wollen.