Brunau l Kurz vor 4 Uhr war am Donnerstagmorgen (4. Juni) für die Feuerwehren der Region die Nacht zu Ende – und für viele Brunauer ebenfalls. Denn an der dortigen Bahnhofstraße loderte ein Großbrand in einer Produktionshalle für Maschinen- und Gerätebau. Das Knallen explodierender Farb- beziehungsweise Lackbehälter holte die Anwohner aus dem Schlaf.

Riesige Rauchwolke

Schon aus vielen Kilometern Entfernung war die riesige dunkle Rauchwolke zu sehen, die sich über Brunau in den Morgenhimmel schraubte. Sämtliche verfügbaren Feuerwehrkräfte der Region wurden mobilisiert, um schließlich unter der Einsatzleitung von Stadtwehrleiter Jörg Kämpfer zu agieren. Doch zu retten war von der Produktionshalle, in der bis dato im Mehrschichtsystem unter anderem sogenannte Corletten (Rollbehälter) hergestellt wurden, nichts mehr. Allerdings gelang es, nahe am Gebäude stehende Gasflaschen, die für die Schweißgeräte benötigt werden, in Sicherheit zu bringen. Auch das Übergreifen der Flammen auf das unmittelbar an die Halle grenzende Bürogebäude konnte die Feuerwehr verhindern.

Der Betrieb existiert bereits seit Jahrzehnten und ist einer der größten Arbeitgeber in der Region Brunau. Die Polizei, die während der Löscharbeiten die Bahnhofstraße für den Verkehr sperrte, hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Update, 10.15 Uhr:

Wie die Polizei mitteilt, beläuft sich der Gesamtschaden auf etwa 500.000 Euro. "Der Brandort wurde beschlagnahmt. Die Brandursache ist bislang nicht bekannt. Die kriminaltechnische Brandursachenermittlung beginnt am heutigen Tag", heißt es weiter. Nach Angaben der Beamten waren 92 Kameraden der Feuerwehren aus Brunau, Pakebusch, Badel, Dolchau, Güssefeld, Hagenau, Jeetze, Kalbe, Plathe, Thüritz und Vienau mit 16 Fahrzeugen im Einsatz. Die Brandwache durch die Feuerwehr dauerr derzeit noch an. Die betroffenen Straßen sind seit circa 8.30 Uhr wieder befahrbar.