Salzwedel l Das Beste aus der besonderen Situation machen, darum bemühen sich wie in anderen Einrichtungen auch Geschäftsleitung und Mitarbeiter des Seniorenzentrums Vita in Salzwedel. „Dafür möchte ich danke sagen“, schreibt Leserin Bärbel Scheel aus der Einheitsgemeinde Salzwedel. Sie lobt, dass es seit dem 11. Mai ermöglicht war, Angehörige täglich zu besuchen. Auch wenn sie wisse, dass das einen enormen Kraft- und Mehraufwand an Arbeit – entsprechend der gesetzlichen Vorgaben – bedürfe. „Ich bin von Herzen dankbar dafür. Die Zeit im Frühjahr, wo die Heime geschlossen waren, war wirklich eine psychische Belastung für die Bewohner. Auch wenn die Mitarbeiter alles für die Bewohner getan haben, können sie nicht eine Berührung oder die Stimme des Ehepartners, des Sohnes oder der Tochter ersetzen“, beschreibt Bärbel Scheel.

Sie ist froh darüber, dass die Mitarbeiter auch über die Feiertage Corona-Schnelltests anbieten, damit die Bewohner geschützt werden und dennoch Besuch empfangen können. „Denn die Angst, dass das Virus ins Heim getragen wird, ist ja immer da, auch bei uns Besuchern“, berichtet die Angehörige. Sie sei den Mitarbeitern für diese Möglichkeit sehr dankbar, wenngleich diese vielleicht lieber bei ihren Familien wären.

Eigenes Testzentrum

„Wir haben ein Testzentrum in der Goethestraße 4a, in dem sich Angehörige testen lassen können“, erklärt Geschäftsführerin Marion Vongehr-Bülow auf Nachfrage der Volksstimme. Dieses sei täglich von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Das Ergebnis liege nach etwa 20 Minuten vor. „Gesetzlich gilt derzeit die Vorgabe, dass ein Schnelltest nicht älter als 24, ein PSR-Test nicht älter als 48 Stunden sein darf“, sagt sie. Erlaubt sei derzeit der tägliche Besuch eines Angehörigen für eine Stunde. Möglich sei auch nach Absprache, den Bewohner mit in die die Familie zu nehmen. „Dann übernehmen die Angehörigen die Verantwortung für diese Zeit“, macht Marion Vongehr-Bülow deutlich. Jeder müsse das Risiko für sich abwägen.

Die Pandemie stelle eine „enorme Herausforderung dar, die alle bewältigen müssen“, sagt die Geschäftsführerin. Die Bewohner würden über die Feiertage auf besondere Zuwendung der Mitarbeiter bauen.