Einsätze der Feuerwehren seit dem 1. Mai

Ausgelaufene Flüssigkeit: 27

Bauschaden: 3

Blinder Alarm: 19

Böswilliger Alarm: 1

Brandsicherheitswache: 7

durch Verursacher gelöscht: 1

Fehlalarm durch Brandmeldeanlagen: 14

Gasausströmung: 2

Großbrand: 23

Kleinbrände: 101

Mittelbrand (Einsatz von maximal 2 Löschzügen): 65

Ölunfall: 3

Person in Notlage: 15

Sonstige Ereignisse: 11

Sturmschaden: 17

Tier in Notlage: 4

Übung: 4

Unwetter: 6

Verkehrshindernis: 30

Verkehrsunfall: 4

Vor Ankunft der Feuerwehr gelöscht: 15

Wasserrohrbruch: 1

Wasserschaden: 7

Salzwedel l Seit Wochen Sommerwetter, oft mit Temperaturen jenseits der 30-GradMarke: Während die Einen den Jahrhundertsommer im Freibad oder an der See genießen, brachten die zurückliegenden Wochen für die Anderen erhebliche Anstrengungen, vor allem für die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren im Altmarkkreis. Der Altmarkkreis legte jetzt eine Statistik der Einsätze seit Anfang Mai vor. Demnach waren die Aktiven aus den Feuerwehren zwischen Gardelegen und Diesdorf in den vergangenen dreieinhalb Monaten 380 Mal im Einsatz. Dabei waren insgesamt 8811 Brandbekämpfer am Ort des Geschehens, 1801 Fahrzeuge wurden eingesetzt.

In der Statistik ragen vor allem die Brände heraus. Insgesamt rückten die Aktiven der westaltmärkischen Feuerwehren zu mehr als 200 Bränden aus. Mitunter waren zahlreiche Feuerwehren am gleichen Tag gefordert, beispielsweise am 17. Juli, als sieben Wehren aus dem Raum Arendsee, dazu die Kollegen aus Seehausen, den Brand eines Mähdreschers und den Getreidefeldes nahe Leppin löschten. Nur wenig später waren die Brandbekämpfer aus elf Wehren und Löschgruppen zwischen Badel, Kalbe und Kakerbeck gefordert, als ein 40 Hektar großer Getreideschlag in Flammen aufging.

Extremsituation

„Wir haben in den letzten Monaten eine Extremsituation erlebt – die Hitze führte zu außergewöhnlich vielen Notsituationen. Die Feuerwehren waren sehr stark strapaziert. Ich möchte allen Feuerwehrkameraden an dieser Stelle ausdrücklich für ihre Einsatzbereitschaft und die vielen guten Taten im Landkreis danken“, sagte Landrat Michael Ziche.

Zudem sei die Arbeit mit dem eigentlichen Einsatz nicht getan. Um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, ist eine komplexe Vorbereitung der Feuerwehrtechnik erforderlich, dazu müssen sich die Bandbekämpfer ständig weiterbilden. Nach dem Einsatz ist zudem die Nachbereitung mit viel Arbeit verbunden – Aufgaben, die von Außenstehenden oft übersehen werden. „Der Einsatz an den Brandstellen fordere die Feuerwehrleure stark heraus - oft bis an die körperlichen und psychischen Grenzen der Belastbarkeit.

Im Altmarkkreis gibt es aktuell 136 Feuerwehren, in den en 3126 Männer und Frauen aktiv sind.