Salzwedel l Hinter den Mitarbeitern des Eigenbetriebs Kindertagesstätten der Stadt und den Eltern liegen aufregende Wochen. Inzwischen ist mit dem sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb wieder so etwas wie Normalität eingekehrt. Eingeschränkt bedeutet dabei, dass die Kinder ausschließlich in ihren jeweiligen Gruppen von den selben Erziehern betreut werden dürfen. Das ziehe einen hohen Aufwand nach sich, erklärt Betriebsleiterin Doris Gensch. Unter anderem beim Anpassen der Dienstpläne. Zudem seien natürlich die verschärften Hygienevorschriften wegen der Corona-Pandemie und weitere spezielle Regelungen einzuhalten.

Stolz seien sie und die Kita-Mitarbeiter darauf, dass die Betreuungszeiten nicht eingeschränkt werden mussten. Bei Bedarf sei die Zehn-Stunden-Betreuung gewährleistet. Ob dieses Pensum auch über die Ferienzeit durchzuhalten ist, könne sie noch nicht sagen, so Gensch.

Keine Schließung

Mit einem Entgegenkommen der Erzieher sei es gelungen zu verhindern, dass die Einrichtungen urlaubsbedingt schließen. In den Vorjahren war dies mit gestaffelten Zeiten für die jeweiligen Einrichtungen üblich. Mit dem durchgehenden Öffnen aller Einrichtungen wolle der Eigenbetrieb die Eltern entlasten. Sie hätten mit dem Schließen der Kitas von Mitte März bis Anfang Juni und dem Notbetrieb genug hinter sich, schätzt Gensch. Die Kinder können damit – wenn erforderlich – den ganzen Sommer über ihre Stamm-Kita besuchen. In den in den kommenden Tagen wird dafür der Bedarf für den Zeitraum vom 16. Juli bis 26. August erfragt.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Die geplante Sanierung des Kinder-Eltern-Zentrums Siebeneichen muss erneut verschoben werden. Eigentlich sollte sie bereits 2019 beginnen. Heizungs- und Elektroanlage, Brandschutz und weitere Renovierungsarbeiten stehen auf der Agenda.

Sanierung in den Ferien geplant

In den Sommerferien sollte es los gehen, doch bei laufendem Betrieb sei das nicht möglich. Die dafür eingeplanten 320  000 Euro werden ins kommende Jahr verschoben. Was nun kein Problem mehr ist, aber verwundert: Den Bauantrag hat die Eigenbetriebsleiterin im Herbst 2019 gestellt. Eine Genehmigung liegt noch nicht vor. Sie sei mit dem Kreis dahingehend in Kontakt, erklärt Doris Gensch.

Für den Propstei-Kindergarten, der seit einem Jahr aufgrund von Brandschutzmängeln leer steht, erfolgen momentan die Kostenschätzungen. Sie versuche weiterhin für die erforderlichen Arbeiten an dem historischen Gebäude Fördergeld zu akquirieren. Dass das Haus als Kita-Standort erhalten bleibt, sei politischer Wille.