Arendsee l Kerzen leuchteten und erhellten die Gesichter der Arendseer, die sich am Tag der Deutschen Einheit rings um den Gänsebrunnen auf dem Marktplatz zum Festkonzert eingefunden hatten. Der Arendseer Frauenchor gab sein erstens Konzert seit der Corona-Zeitrechnung. Dirigentin Miriam Büttner-Mühlenberg gab den Takt und Ton an, sang später auch im Duett mit Kreismusikschülerin Cecilie Ebeling aus Siepe.

Das Publikum applaudierte nicht nur, sondern stimmte mit ein in „Bunt sind schon die Wälder“, „Hoch auf dem gelben Wagen“ und „Horch was kommt von draußen rein“. Natürlich fehlten auch Titel wie das Altmarklied und „Hoch im Norden“ nicht.

Erstmals "Freude schöner Götterfunken"

Eine Premiere für die Frauen um Vorsitzende Jutta Kurzer und ihre Vertreterin Bärbel Meredig war der Gesang von „Freude schöner Götterfunken“ aus Beethovens Neunter Sinfonie. Geprobt werden konnte vorher nur einmal, weil das gemeinschaftliche Singen in Coronazeiten nicht erlaubt war. So traten die Sängerinnen am Samstagabend auch mit ordentlichen Abstand zueinander auf.

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Gefühlsbetont gestaltete sich „Die Gedanken sind frei“ und der Abschlussgesang „Der Mond ist aufgegangen“, Vor allem die letzte Strophe berührte: „So legt euch denn ihr Brüder, in Gottes Namen nieder. Kalt weht der Abendhauch. Verschon‘ uns Gott mit Strafen. Und lass‘ uns ruhig schlafen. Und unsern kranken Nachbarn auch.“

Gut aufeinander aufpassen

„Wir wollen in diesen schweren Zeiten, in denen die Krankheit Mitmenschen erfasste und so manchen das Leben kostete, gut auf uns und aufeinander aufpassen“, betonte die Vorsitzende, Bärbel Meredig. Man solle auch an alle denken, denen es nicht so gut gehe wie einem selbst, mahnte sie die Anwesenden.

Zum Auftakt des besonderen Konzerts hatte Bürgermeister Norman Klebe an den Fall des eisernen Vorhangs und die Wiedervereinigung vor 30 Jahren erinnert. Beide deutsche Staaten könnten voneinander lernen für ein friedliches Miteinanderleben, um die Zukunft zu gestalten.