Salzwedel l Zappenduster ist es im Bereich des Hundetrainingszentrums und des gegenüberliegenden Autohandels an der Hoyersburger Straße. Die Inhaberin der Hundeschule, Daniela Krüger, wusste sich keinen anderen Rat, als einen offenen Brief an Bürgermeisterin Sabine Blümel zu schreiben. Seit sie ihren Betrieb 2016 gegründet hat, habe sie „massive Schwierigkeiten aufgrund der Dunkelheit in dieser Straße in den Wintermonaten.“ In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Kunden, die hingefallen seien. Kürzlich sei eine ältere Dame so schwer gestürzt, dass sie ins Krankenhaus musste, berichtet Daniela Krüger.

Sie habe bereits viel getan, um die Beleuchtung zu verbessern. „Erst im Sommer habe ich große Laternen auf meinem Platz errichten lassen, dass alle Kunden sicher aus der Pforte gehen können, dennoch reicht das Licht nicht über die Straße“, beschreibt sie.

Ziemlich sauer

Seit etwa zwei Jahren stehe sie mit dem Bauamt in Salzwedel in Kontakt, mit der Bitte, die Zustände hinsichtlich der Beleuchtung dort zu verbessern. „Leider wurde ich immer nur vertröstet oder auch abgewiesen“, erklärt sie. Im Juni dieses Jahres sei ihr versichert worden, dass die Laternen pünktlich zur dunklen Jahreszeit in Betrieb genommen werden. Passiert ist bislang nichts. Langsam ist sie ziemlich sauer: „Ist die Stadt denn gar nicht daran interessiert, dass ihre Bürger sicher sind? Ich führe ein kleines Unternehmen, das auf festen Beinen steht, ich zahle Steuern, schaffe Arbeitsplätze und all meine Kunden zahlen fleißig Hundesteuern.“

„Die Straßenbeleuchtung ist in Arbeit“, erklärt Stadtsprecher Andreas Köhler auf Nachfrage dazu. Im vergangenen Jahr sei ein entsprechender Beschluss dazu gefasst worden. In den Haushalt 2020 wurden 12.000 Euro für das Aufstellen der Straßenlampen eingestellt, 2021 nochmals 43.000 Euro, informiert Köhler weiter. Das Bauamt bereite derzeit die Ausschreibung vor. „Die Arbeiten für die Straßenbeleuchtung an der Hoyersburger Straße sollen laut Plan noch in diesem Jahr beginnen“, betont er.

Zu wenig Entsorgungseimer

Die Dunkelheit an der Hoyersburger Straße ist es nicht allein, über die sich die Hundetrainerin ärgert. „In Berlin sind die Hundesteuern geringer, als die in der Kleinstadt Salzwedel, dennoch stehen alle 500 Meter Kotbeutelspender und ausreichend Entsorgungseimer für die Hundebesitzer zur Verfügung“, schreibt sie an die Bürgermeisterin. In Salzwedel gebe es nicht einen einzigen Kotbeutelspender und viel zu wenig entsprechende Behälter.

Auch dahingehend wolle die Stadtverwaltung umgehend handeln, kündigt Köhler an. „Die Hundekotbeutel wurden bereits an der Stadtmauer zur Verfügung gestellt“, erklärt er. Dies solle auf den Innenstadtbereich ausgeweitet werden. Köhler: „Entsprechende Vorkehrungen dafür laufen bereits“. Bereits im Sommer 2019 sind auf Initiative des SPD-Ortsvereins am Weg an der Stadtmauer von der Bibliothek bis zum Jahngymnasium Hundetoiletten aufgestellt worden.