Arendsee l Die Zeit ist knapp: Bereits am 15. Januar muss der Antrag zur Anerkennung als Ganztagsschule beim Schulverwaltungsamt des Landes vorliegen. Vorher müssen erst noch Kreistag und Kreisschulamt zustimmen. „Im Bildungsausschuss und zuvor bei Schüler- und Elternvertretern sowie der Gesamtschulkonferenz haben wir schon Zustimmung erhalten“, erklärte gestern Theodor-Fontane-Schulleiter Thomas Schlicke im Pressegespräch. Man strebe die sogenannte gebundene Form der Ganztagsschule an, bei der die Bildungs- und Freizeitangebote für alle Schüler verbindlich seien. Grundsätzlich gelte bei beiden Varianten das pädagogische Prinzip vom Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. In der ersten Phase sei vormittags der Unterricht und nach einer Essenspause nachmittags die Freizeitangebote vorgesehen. „In Phase zwei wollen wir eine Verzahnung von Unterricht und Ganztagsangeboten erreichen“, kündigte Schlicke an.

Die Stundentafel solle ergänzt werden durch Nachhilfe, und Förder- und Freizeitangebote. „Als Schwerpunkte haben wir Feuerwehr und Wassersport ausgewählt“, sagte Schlicke. Wassersport biete sich durch die Lage am See und die Existenz von zwei Segelsport- und zwei Drachenbootvereinen an. „Und Feuerwehren sind in den vielen Orten in unserem Einzugsgebiet wichtig und unterstützenswert, auch was den Nachwuchs angeht“, sagte Schlicke.

Heizhaus als Reparaturwerkstatt

Weitere Angebote solle es geben zu Bereichen wie Filmcamp, Graffiti, Musik, Kochen, Handarbeit oder Fahrradreparaturen. „Für Letzteres wollen wir beispielsweise unser ehemaliges Heizhaus auf dem Schulgelände nutzen als Reparaturwerkstatt“, schaute Schlicke voraus.

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Für alle Bereiche hole man Kooperationspartner mit ins Boot, mit denen entsprechende Verträge abgeschlossen würden. „Und im Rahmen des Konzeptes, dessen Genehmigung vorausgesetzt, könnten wir auf ein Budget zurückgreifen, das die Zusammenarbeit auch auf finanzieller Basis möglich macht.“

Auftakt 2020/2021

Auftakt soll zum Schuljahr 2020/21 mit den ersten 80 Fünft- und Sechstklässlern sein. Bis 2023/24 sollen dann alle 230 Fontaneschüler mitmachen. Voraussetzung sei natürlich auch das Statement des Schulträgers zur Sicherheit des Standortes. Der soll zudem ab nächstes Jahr umfangreich baulich saniert werden.