Quadendambeck l Neugierde auf einen gepflegten Garten, der Austausch mit Gleichgesinnten, das Abgucken von Ideen: All das treibt die Menschen um, die sich nunmehr seit dem Jahr 2004 in der warmen Jahreszeit auf Entdeckungsreise begeben. Damals lud die Volksstimme erstmals zum „Tag des offenen Gartens“ ein. Der Tourismusverband Altmark führte das Angebot später fort.

Nach dessen Insolvenz ist jetzt ein neuer Organisator gefunden: Die Gartenakademie Sachsen-Anhalt hat den Staffelstab übernommen. Das gaben Altmarkkreis-Landrat Michael Ziche und Christa Ringkamp, Projektkoordinatorin des Vereins, am Donnerstag im Gartenparadies von Familie Ehlers in Quadendambeck bekannt. Der neue Altmärkische Regionalmanagement- und Tourismuszweckverband kooperiert dabei mit der Gartenakademie.

Angebote werden ausgeweitet

„Wir möchten das Projekt überregional neu organisieren“, sagte Christa Ringkamp in der Runde mit Gartenliebhabern, die ihre Türen gern öffnen. Denn nicht nur in der Altmark solle es Stationen geben, sondern auch in den Landkreisen Börde und Jerichower Land.

Bilder

Hausherr Ulrich Ehlers berichtete, dass er sich seit Beginn an der Aktion beteilige. „Mir sind die Gespräche mit den Leuten wichtig“, fügte er hinzu. Auch Christel Kaufmann aus Mellin ist seit der „Geburtsstunde“ dabei. „Am Anfang stand mein Garten unter dem Motto ,Wo die Molche Hochzeit machen‘. Denn in unseren drei Teichen kann man ganz gut die Vermehrung beobachten“, erzählte sie. An diesem Angebot habe sich nichts geändert. Es passe jedoch auch zu ihrem „Bibelgarten“, dem jetzigen Thema. Dort würden auch Pflanzen wachsen, die in der Heiligen Schrift benannt seien.

Smoothies aus Gingko-Blättern

Doris und Hans-Walter Riekehr aus Seehausen haben seit Anfang an ein besonderes Detail in den Mittelpunkt gestellt. „Wir haben einen Gingko-Baum und gute Erfahrungen beim Nutzen der Blätter für Smoothies gemacht“, schilderte er. Dieses Wissen gebe er gern weiter.

Hans-Joachim Demant aus Molitz vereint in seinem Kleinod die Pracht von Dahlien mit Keramik, die seine Lebenspartnerin herstellt. Auch die anderen Gartensommer-Interessenten bringen eigene Ideen ein.

Vorbereitungen laufen

Neu dabei sein möchte Heinrich Foit aus Schernikau (bei Binde). Er bemühe sich schon seit drei Jahren darum, dass sein Garten berücksichtigt werde. Aber bislang habe es nicht geklappt. „Ich habe auch Bienen. Ist das ein Problem?“, fragte er in die Runde. Im Gegenteil, versicherte Christa Ringkamp. „Auch das ist ein interessanter Punkt“, fügte sie hinzu, riet jedoch, am Eingang darauf hinzuweisen, damit Allergiker vorgewarnt seien.

Die Vorbereitungen für den „Gartensommer 2019“ laufen. Am 20. März sollen die Teilnehmer präsentiert werden. Die Projektkoordinatorin Christa Ringkamp rechnet mit etwa 60 Teilnehmern, die Schaugärten im Netzwerk „Natur im Garten“, Hausgärten mit der „Natur im Garten“-Plakette, historische Parks in Sachsen-Anhalt unter dem Motto Gartenträume, private offene Gärten sowie Rosengärten in Haldensleben präsentieren.

Auch die Termine stehen fest: jeweils am dritten Sonntag von Mai bis September, am Pfingstsonntag, 9. Juni, sowie am zweiten Adventssonntag, 8. Dezember. Die Teilnehmer können wählen, wann sie sich beteiligen. Das wird in der "GartenLandKarte“ ausgewiesen, die derzeit erarbeitet und dann als Faltblatt herausgegeben werden soll. Eine offizielle Eröffnung soll es am 19. Mai im Schlosspark Krumke geben.