Radrennen

Salzwedel wird zur "Hölle des Ostens"

Salwedel wird am 28. Mai wieder zur „Hölle des Ostens“. Dann geben Profis und Hobbysportler beim Radrenntag wieder alles.

Von Antonius Wollmann

Salzwedel l Karl-Heinz Pollehn wird am 28. Mai seinen Blick Richtung Himmel richten. Nicht etwa, um höhere Mächte um Unterstützung für den 8. Radrenntag in der Salzwedeler Innenstadt zu beschwören, das haben die Organisatoren eigentlich nicht nötig. Obwohl eventuell doch das eine oder andere Stoßgebet nach oben geht, mit der Bitte, dass keine dunklen Wolken aufziehen und es bloß nicht zu regnen anfängt. „Schlechtes Wetter schreckt natürlich viele potenzielle Teilnehmer ab“, sagt Christian Pollehn.

Trotzdem ist er überaus optimistisch, in Zusammenarbeit mit der Werbegemeinschaft ein gelungenes Event auf die Bein zu stellen. Denn in diesem Jahr wird der Radrenntag zusätzlich aufgewertet. Zum ersten Mal ist der Radsportverband Sachsen-Anhalt aktiv eingebunden. Es werden Fahrer mit der C-Lizenz an den Start gehen. „Verglichen mit dem Fußball ist das die dritte Liga“, weist Jost Fischer auf die gestiegene sportliche Qualität hin. Aber auch Hobbyfahrer dürfen in diesem Jahr wieder teilnehmen.

Die Werbegemeinschaft war im vergangenen Jahr an den Verband mit der Bitte einer Kooperation herangetreten. Die Funktionäre in Magdeburg hatten den Radrenntag indes bereits auf dem Schirm. Insbesondere die Streckenführung habe es den Offiziellen des Verbandes angetan, berichtet Jost Fischer. Als „Monaco des Ostens“ bezeichnete Verbandsvizepräsident Frank Witte die Strecke in Anlehnung an den legendären Formel 1-Kurs. „Die Spitzkehren, die langen Geraden, dazu drei verschiedene Straßenbeläge – das ist schon eine geniale Kombination“, erklärt Fischer die Attraktivität des anspruchsvollen Parcours. Der wird in diesem Jahr wieder von der Breiten Straße über Mittelstraße, Steintorstraße, Nordbockhorn, Südbockhorn, Neuperver Straße zurück in die Breite Straße führen.

Die genannten Straßen werden zwischen 9 und 16 Uhr gesperrt sein. Die Organisatoren bitten die Anwohner außerdem darum, Fahrzeuge aus dem betroffenen Bereich zu entfernen. Sie würden ein zu großes Risiko für die Sportler darstellen. „Wer die Straßen überquert, muss unbedingt große Vorsicht walten lassen“, weist Karl-Heinz Pollehn auf eine weitere Problematik hin. Vor allem im Männerbereich würden die Fahrer bis zu 60 Kilometer pro Stunde schnell sein. „Zusammenstöße können schlimme Folgen haben“, sagt der Organisator.