Bauarbeiten

Salzwedeler Lessing-Grundschüler noch bis Jahresende im Ausweichquartier

Die Sanierungsarbeiten an der Lessing-Grundschule in Salzwedel verzögern sich.

Die Arbeiten an der Fassade der Lessing-Grundschule in Salzwedel sind erst zu 40 Prozent abgeschlossen. Sie verzögern sich unter anderem aufgrund der Witterung.
Die Arbeiten an der Fassade der Lessing-Grundschule in Salzwedel sind erst zu 40 Prozent abgeschlossen. Sie verzögern sich unter anderem aufgrund der Witterung. Foto: Malte Schmidt

Salzwedel - me

Eines der größten Hochbauprojekte der Hansestadt seit dem vergangenen Jahr ist die Sanierung der Lessing-Grundschule in Salzwedel. Für die Zeit der Bauarbeiten sind Schüler, Lehrer und weiteres Personal Anfang des Jahres nach den Weihnachtsferien in den Ausweichstandort an der Sonnenstraße umgezogen. Und sie werden länger dort bleiben müssen als geplant, wie Bürgermeisterin Sabine Blümel kürzlich in der Stadtratssitzung informierte.

Ursprünglich sollten die Arbeiten am Schulgebäude im September soweit abgeschlossen sein, dass nach den Sommerferien dort wieder unterrichtet werden und der Rückumzug erfolgen kann. Doch daraus wird nichts, weil einzelne Bauleistungen im Verzug sind. „Aufgrund der Verzögerungen wird der Innenbereich leider nicht, wie ursprünglich geplant, Anfang September fertig sein“, erklärt Blümel in der Sitzung. Stattdessen müsse davon ausgegangen werden, dass der Schulbetrieb an der Sonnenstraße 4 noch bis Jahresende notwendig ist.

Fenster und Verdunklung fertig

Abgeschlossen sind bereits der Einbau neuer Fenster und der dazugehörigen Verdunkelungsanlage. Letztere soll dafür sorgen, dass sich die Klassenräume bei starker Sonneneinstrahlung nicht so stark aufheizen. „Die Heizungs- sowie Sanitärarbeiten sind ebenfalls fast beendet. Es müssen noch Restarbeiten erledigt werden, sobald das Lüftungsaggregat für die Schulaula aufgebaut wurde“, erläuterte die Bürgermeisterin weiter.

Die Fassade sei erst zu 40 Prozent erneuert. Als Gründe dafür nannte das Stadtoberhaupt eine hohe Abhängigkeit von anderen Gewerken und von der Witterung.

Inzwischen sei mit den Arbeiten am Dach des Gebäudes begonnen worden. Sie sind wichtig zur Fortführung der Fassadenarbeiten sowie der Installation des Aula-Lüftungsaggregates. Doch auch dabei stockt es momentan. Es fehlt an ausreichend Dämmmaterial. Blümel: „Die weltweiten Lieferprobleme für Baustoffe sind natürlich auch bei dieser Baumaßnahme ein Problem.“ Im Innenbereich erfolgen aktuell die Elektroinstallationen. Die Installation der Fotovoltaikanlage und der Einbau eines Fahrstuhls für den barrierefreien Zugang sind noch nicht begonnen worden, gab die Bürgermeisterin einen Überblick.

Fürs Lernen auf Zeit extra Container aufgestellt

Für das Ausweichquartier der Schule waren am Mehrgenerationenhaus (MGH) eigens noch Container aufgestellt worden. Während sich einige Klassen- und Lehrerzimmer, Büros und Sanitäranlagen im sanierten Teil des MGH-Gebäudes befinden, werden die meisten der rund 240 Lessingschüler in den Räumlichkeiten der Container unterrichtet. Zuvor war dort bereits die Perverschule mit rund 90 Jungen und Mädchen untergebracht.