Bildung

Sanierung der Fontane-Schule in Arendsee: Warten auf Baumaterial

Die Ferien haben begonnen, doch eigentlich sollte es in der Ganztags- und Gemeinschaftsschule Theodor Fontane alles andere als ruhig sein. Geplant war, mit den Sanierungen zu beginnen.

Von Christian Ziems
Hausmeister Holger Derhahn (links) und Schulleiter Thomas Schlicke nutzten die ruhige Ferienzeit, um einen alten Busch auzugraben. Die vom Kreis angekündigten  Bauarbeiten in den Gebäuden haben  noch nicht begonnen.
Hausmeister Holger Derhahn (links) und Schulleiter Thomas Schlicke nutzten die ruhige Ferienzeit, um einen alten Busch auzugraben. Die vom Kreis angekündigten Bauarbeiten in den Gebäuden haben noch nicht begonnen. Foto: Christian Ziems

Arendsee - Während die Schüler vor den Ferien Projektarbeiten außerhalb der Bildungsstätte erledigen, sollten im Gebäude Fachleute mit der Sanierung loslegen. So war der ursprüngliche Wunsch. Inzwischen haben die Sommerferien begonnen, von Bautätigkeiten ist nichts zu sehen beziehungsweise zu hören. Die Volksstimme fragte beim Schulträger, dem Altmarkreis Salzwedel nach. „Es gab Verzögerungen in der öffentlichen Ausschreibungen und dem Vergabeverfahren“, äußert sich Inka Ludwig von der Pressestelle dazu.

Elektrofirma steht in den Startlöchern

Inzwischen wurden Aufträge an die Elektrofirma erteilt. „Diese hat bereits das Aufmaß genommen und wartet nun auf das bestellte Material“, heißt es in der Antwort des Landkreises. Sobald alles da ist, soll es losgehen. Der Zeitplan werde aber nicht in Frage gestellt. Es bleibt beim Ziel, bis zum Ende des Schuljahres 2021-2022 alles fertig zu haben. Der Unterricht soll während dieser Phase ebenfalls in den Objekten erfolgen.

Das Hauptgebäude und der Flachbau in der Nähe werden umfassend saniert. Dafür hat der Landkreis einen Fördermittelantrag gestellt. Rund 840 000 Euro fließen – vom Bund gefördert.

Die Liste der Arbeitsschritte ist lang. Der Brandschutz steht besonders im Mittelpunkt So wird die komplette Meldeanlage umgebaut. Außerdem sollen Rauchabzüge entstehen. Die Fachleute beschäftigen sich zudem mit dem Thema Beleuchtung. Alle Konstruktionen werden auf energiesparende LED-Technik umgestellt. In einigen Räumen wird auch der Schall minimiert.

Schnelleres Internet notwendig

Im Zuge des Projektes wird zudem das Thema Internet eine Rolle spielen. Alle Räume bekommen eine neue Verkabelung. Die digitalen Verbindungen sollen grundsätzlich verbessert werden. Dies ist nötig, wie Direktor Thomas Schlicke in der Vergangenheit mehrfach betonte. Denn wenn im PC-Raum gearbeitet wird, sind die vorhandenen Ressourcen praktisch aufgebraucht. Konsequenz: Die Internet-Geschwindigkeit in den übrigen Schulgebäuden sinkt rapide. Die Digitalisierung wird damit gebremst. Nicht immer können die vorhandenen Geräte zu 100 Prozent genutzt werden.

Dies soll dann spätestens ab Sommer 2022 anders sein. Die Bildungsstätte setzt auf Veränderungen in diesem Bereich. Dies betrifft zum Beispiel digitale Klassenbücher. Dadurch ergeben sich neue Arbeitsmöglichkeiten. Wenn zum Beispiel morgens ein Kind oder Jugendlicher im Unterricht unentschuldigt fehlt, kann direkt aus dem Raum die Meldung ins Sektrarität übermittelt und von dort aus dann die Eltern informiert werden.

Die letzte umfangreiche Schulsanierung an diesem Standort liegt Jahrzehnte zurück. Ab dem 10. September 1997 konnten die damals durchsanierten und erweiterten Gebäude genutzt werden.