Oldtimertreffen

Schätzchen ziehen Blicke auf sich

Sonnenschein, Hingucker und Bekannte wiedersehen: Das Oldtimertreffen in Hohengrieben lockte tausende Gäste an.

Hohengrieben l Ein Glück, dass in Hohengrieben einigermaßen Handyempfang ist. Sonst hätte womöglich so manche Familie nicht mehr zueinander gefunden. Denn bei tausenden Mitwirkenden und Besuchern ließ sich leicht der Überblick unter den Eichen verlieren.

Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Denn die einen kamen, um ihre Schätzchen zu zeigen, die anderen, um diese zu bewundern.

Dirk Glaser aus Kusey beispielsweise hatte einen Traktor Belarus MTS 50, Baujahr 1979, mitgebracht. Von Kind auf sei er damit vertraut. „Der Belarus ist robust, hat keine Elektronik, aber Druckluft, die ich für Anhänger aus DDR-Zeiten brauche, um diese nutzen zu können“, erzählte er, warum er sich den Trecker im Jahr 2001 gekauft habe. Im „Schlepptau“ hatte er einen Kehrbesen.

Mit einem Trabant P 50, Baujahr 1959, war Michael Wieneke aus Kunrau angereist. „Ich interessiere mich für Ostmobile. Und ich finde es toll, dass so eine kleine Ortschaft so ein großes Treffen organisiert“, lobte er. Andreas Kluge aus Jübar stellte eine MZ ES 250/2 mit Beiwagen aus. Das im Jahr 1967 gebaute Motorrad habe er selbst restauriert. „Der Beiwagen war mir wichtig. Da kann ich meine Töchter Julia und Anne mitnehmen“, verriet er. Klaus Milde rollte mit dem Moped SR 2 E, Baujahr 1963, von Winterfeld nach Hohengrieben. „Das war mein erstes Moped zu DDR-Zeiten. Das wollte ich gern noch einmal haben“, schilderte er die Vorliebe für eben jenes Modell. Ein Jahr habe er gebraucht, um es wieder flott zu machen, und fügte augenzwinkernd hinzu: „Ein Hobby muss man haben.“

Maschinen haben es auch Horst Fabel aus Kläden (bei Arendsee) angetan. In jedem Jahr präsentiert er eine Neuheit. Diesmal war es eine Seilmaschine Marke Eigenbau. „Ein Teil hatte ich auf einem Flohmarkt erworben. Dieses lässt sich durch eine langsam laufende Pumpe antreiben. Schon war die Idee für die Winterarbeit geboren“, erzählte er.

Die Gäste genossen aber auch unterhaltsame Musik der „Lustigen Straßenmusikanten“ und die 114 verschiedenen Kuchensorten, für die die Gastgeber mit ihren unzähligen Helfern gesorgt hatten.