Breitband

Schnelles Netz in Salzwedel ab 2021?

Derzeit laufen die Vorbereitungen für ultraschnelles Internet in der Einheitsgemeinde Salzwedel. 2012 soll mit dem Ausbau begonnen werden.

Salzwedel l „Das Unternehmen Avacon Connect hat mit den Vorbereitungen für einen eigenwirtschaftlichen Ausbau der Kernstadt Salzwedel und unmittelbar angrenzender Ortsteile begonnen“, heißt es aus dem Rathaus auf die Frage, wo und wann auf dem Gebiet der Einheitsgemeinde Salzwedel eigentlich begonnen wird. Als unmittelbar angrenzende Orte nennt Andreas Köhler, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Hansestadt, unter anderem die Orte Brietz, Böddenstedt und Mahlsdorf.

„Im Oktober haben wir mit der Vorvermarktung begonnen, die voraussichtlich noch bis Ende Februar läuft“, heißt es dazu von Corinna Hinkel aus Helmstedt, Pressesprecherin der Avacon.

Nach aktuellem Stand geht sie davon aus, dass mit den ersten Ausbauten in der Kernstadt Anfang 2021 begonnen werden kann. „Die Feinplanungen dazu stehen bis jetzt noch nicht.“ Und die Entscheidung, wann und wo konkret begonnen wird, hänge vom Ergebnis der Vermarktung ab, so Corinna Hinkel.

Wenn die Vorvermarktung abgeschlossen ist, könne vom Unternehmen mehr gesagt werden. „Erst nach Vorliegen der Feinplanung und Abstimmung mit dem Bauamt – frühstens im Frühjahr – können wir genau und rechtzeitig informieren, wo, wann genau und ob es zu Verkehrseinschränkungen kommt.“

„Hinzu kommt der geförderte Ausbau der nicht eigenwirtschaftlich zu erschließenden Ortsteile“, so Andreas Köhler und nennt unter anderem die Ortsteile Klein und Groß Gerstedt, Bombeck, Klein und Groß Chüden sowie Ritze. Gemäß des Stadtratsbeschlusses aus dem April habe die Stadtverwaltung eine Ausschreibung veranlasst und einen Förderantrag beim Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft des Landes gestellt. „Der Fördermittelbescheid hierzu ist eingetroffen.“ Der Ausbauvertrag zur Breitbanderschließung mit dem Unternehmen Avacon Connect soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Es hatte in der Ausschreibung das beste Angebot abgegeben, so der Stadtsprecher weiter.

Die Grundschulen in der Trägerschaft Salzwedels hingegen seien für eine Breitbanderschließung über das Projekt „Fibre4eduLSA“ des Landes-Finanzministeriums angemeldet. Dort soll der Anschluss bis spätestens 31. Dezember 2021 realisiert werden. Und nach Informationslage der Stadtverwaltung seien die Schulen in Trägerschaft des Altmarkkreises und in freier Trägerschaft ebenfalls für dieses Projekt angemeldet.

Der Ausbau wird nicht über den Zweckverband Altmark realisiert (ZBA), da ein Beitritt zu diesem vom Salzwedeler Stadtrat zweimal abgelehnt wurde“, er klärt der Stadtsprecher: „Damit wird der ZBA im Gebiet der Hansestadt Salzwedel, ebenso wie Stendal, keinen Ausbau vornehmen.“

Unterdessen kamen kürzlich für Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel und das Unternehmen Avacon Connect gute Nachrichten aus der Landeshauptstadt. „In der Hansestadt Salzwedel werden in den nächsten Monaten die ‚weißen Flecken‘ beseitigt“, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium: „Mit 4,04 Millionen Euro wird die Stadt jetzt 325 Privathaushalte und 62 Unternehmen in aktuell noch unterversorgten ländlichen Ortsteilen und Gewerbegebieten mit gut 162 Kilometer Glasfaser erschließen.“ Mit Eigenanteilen von 110.000 Euro investiere Salzwedel somit insgesamt 4,15 Milionen Euro in den Breitbandausbau.

„Die Hansestadt Salzwedel setzt damit einen weiteren wichtigen Baustein für ein attraktives Umfeld, sowohl für Privathaushalte als auch für Unternehmen“, so die Bürgermeisterin mit Dank in Richtung Wirtschaftsminister Armin Willigmann. „Ich habe immer gesagt, das die Bereitbandversorgung in der Kommune ein wesentliches Anliegen ist, das wird natürlich auch weiterhin der Fall sein“, versichert Salzwedels Stadtoberhaupt, die mit dem Geld aus Magdeburg die Grundlagen sieht, um nun gemeinsam zu starten.

Damit dürfte die besagte Vorplanung von Avacon Connect nun entsprechend Fahrt aufnehmen.