Schulsanierung

Schönheitskur für Lessing-Schule Salzwedel

Bildungseinrichtung wird umfangreich saniert. Dafür fließt reichlich Geld in den einstigen DDR-Standardbau.

Von Alexander Rekow 11.07.2021, 15:39
Die Rohrleitungen  im Kellerbereich werden komplett ausgetauscht.
Die Rohrleitungen im Kellerbereich werden komplett ausgetauscht. Fotos: Stadtverwaltung

Salzwedel - Kinderlachen sucht man derzeit in der Lessing-Grundschule in Salzwedel vergebens. Statt Schülern mit Ranzen laufen Handwerker mit Bauhelm durch die Gänge. Grund dafür ist die Sanierung der Grundschule seit Mai 2020. Und das lässt sich die Hansestadt einiges kosten.

„Die Fensterarbeiten sind abgeschlossen“, informiert Stadtsprecher Andreas Köhler. Derzeit würde der Fokus auf Fassadenarbeiten liegen. „Jedoch ist dabei zu beachten, dass diese Arbeiten eng mit den anderen Gewerken abgestimmt werden müssen.“ Denn zu tun war und ist auf der Großbaustelle einiges.

Lieferengpässe beim Baumaterial

So sei unlängst mittels Kran die Lüftungsanlage auf das Dach der Bildungseinrichtung gehoben und installiert worden. Auch bei der Sanierung von Heizungen und Sanitäreinrichtungen sei bereits viel geschehen und die Arbeiten fast abgeschlossen, so der Stadtsprecher weiter. „Innerhalb des Gebäudes sind die Elektriker dabei, die notwendigen Installationen vorzunehmen.“ Was noch nicht angegangen sei, ist das Anbringen der Fotovoltaikanlage am Südgiebel sowie der Anbau eines Fahrstuhls für den barrierefreien Zugang zur Lessing-Grundschule.

Alles in allem hinke die Sanierung dem Zeitplan wohl bereits hinterher. Dies aber habe seinen Grund: Lieferengpässe von Baumaterial.

Schüler bis Jahresende im Mehrgenerationenhaus

„Daher muss davon ausgegangen werden, dass der Ausweichstandort für den Schulbetrieb, die Unterrichtsräume in der Sonnenstraße 4, noch bis Jahresende genutzt werden müssen.“

Die energetische Sanierung werde mit rund 850 000 Euro aus dem Programm Stark III/EFRE gefördert, informiert Andreas Köhler weiter. Das beinhalte die Erneuerung der Fenster, bis auf jene der Aula, Wärmedämmung, Sanierung des Dachs, Installation der Fotovoltaikanlage und Optimierung der Heizanlage, zählt er auf.

Die Erneuerung der Elektrik werde mit rund 140 000 Euro gefördert. Selbst tief in die Tasche greift die Stadt beim Anbringen des Fahrstuhls, der mit 155 000 Euro ins Kontor schlägt. Dazu noch ein Sonnenschutz für knapp 100 000 Euro.

In den kommenden Jahren sei noch der Schulhof der Bildungseinrichtung dran. Dessen Sanierung koste etwa 550 000 Euro, so Köhler.